Die Verbraucherzentrale hat in Cottbus ihren Sitz Am Turm direkt im Stadtzentrum. Ab sofort sind die Experten für Verbraucherfragen auch in Sandow aktiv. Möglich macht das das Förderprogramm Soziale Stadt. Ab sofort gibt es einmal in der Woche eine offene Sprechstunde im Stadtteilladen, erklärt Projektbetreuerin Anne Wolf. „Zu den Sprechstunden können die Menschen einfach ohne Termin kommen.“ Darüber hinaus sei das Angebot kostenlos. Tatsächlich seien die mit einer Beratung in der Verbraucherzentrale verbundenen Kosten für einige Menschen schon eine hohe Hemmschwelle. „Und dann sind oft schon so viele Probleme aufgelaufen, dass es immer schwieriger wird, sie allein aufzutrödeln.“ Dem soll das neue Angebot entgegenwirken. Die Menschen können sich bei den Experten Rat holen, egal ob die Rechnung zu hoch ist, ein Inkassoschreiben im Briefkasten gelandet ist oder Ware kurz nach dem Kauf kaputt gegangen ist.

Damit nicht genug: Das Verbraucherschutzteam plant in Sandow Infoveranstaltungen, Vorträge und auch Trainingseinheiten. Projektkollege Jörn Körner ergänzt: „Außerdem wollen wir Material in leichter und einfacher Sprache verfassen, das im Amts- und Vertragsdeutsch eine Orientierungshilfe sein soll.“

Das Angebot der Verbraucherschützer will sich genau auf den Kiez ausrichten. Ein Drittel der Sandower sind im Rentenalter, fast 16 Prozent der Einwohner beziehen Hartz IV und es leben zahlreiche Migranten und Spätaussiedler in dem Stadtteil. Deshalb seien Beratungen zu Pflege, Auskommen mit einem kleinen Einkommen und migrationsspezifische Verbrauchertipps denkbar.

Die Offene Sprechstunde der Verbraucherzentrale in Sandow findet jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr im Stadtteilladen, Hermannstraße 13, statt.