Nacht der kreativen Köpfe: NdkK in Cottbus knackt alle Rekorde – das waren die Highlights

Nacht der kreativen Köpfe 2024: Mit dabei ist die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Beim Teelicht-Experiment erfahren die Besucher von Prof. Thomas Fischer, was passiert, wenn man versucht, brennende Teelichter mit Wasser zu löschen.
Michael HelbigDie 16. Nacht der kreativen Köpfe (NdkK) in Cottbus knackt alle Rekorde. So viele Besucherinnen und Besucher wie nie sind in dieser Nacht von Samstag (12. Oktober) zu Sonntag (13. Oktober) durch Cottbus gezogen, um etwas klüger zu werden. In diesem Jahr 2024 stand die NdkK unter dem Motto Technologie und Nachhaltigkeit. Auf insgesamt 19 Stationen erfuhren Besucher, welche Zukunftsthemen die Stadtgesellschaft, Unternehmer und Wissenschaftler hier vor Ort bewegen.
Eröffnet wurde der kluge Streifzug durch die Stadt mit einer Begrüßung in den Hallen der Leag. Die Cottbuser Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe und der frisch gebackene Vorstandsvorsitzende der Leag, Adolf Roesch, begrüßten die Besucher. „Ein spannendes Format, das aus Cottbus nicht mehr wegzudenken ist. Die generationsübergreifende, mitreißende Stimmung ist jedes Jahr aufs Neue ansteckend“, sagte Tzschoppe.
Nacht der kreativen Köpfe knackt alle Rekorde
„Wir hoffen in diesem Jahr sogar auf einen Besucherrekord“, freute sich Veranstalterin Doreen Goethe von der Kreativagentur Pool Production kurz nach der Eröffnung. Sie sollte recht behalten. Als die Abendkassen um 23 Uhr schließen und alle verkauften Tickets ausgezählt sind, wird klar: So viele Besucher wie in diesem Jahr haben noch nie bei der NdkK gelernt, geforscht und erlebt. Mehr als 1000 Cottbuserinnen und Cottbuser wirkten in dieser Nacht aktiv am Programm mit.
Bis 24 Uhr führte die NdkK auf 19 verschiedenen Stationen durch die ganze Stadt. „Ein Highlight, das dieses Jahr ganz neu dabei ist, ist die Newton Flight Academy von Chesco“, verriet die Veranstalterin Goethe. Dort konnten Besucher unter anderem im Flugsimulator einmal selbst ins Cockpit steigen.

Die Veranstalter Doreen Goethe und Ole Schmalfuß der Kreativagentur Pool Production freuen sich auf eine erfolgreiche Nacht.
Luise MösleMit dabei war auch die Lausitzer Rundschau; mehr als 1500 Besucher kamen ins Medienhaus. Unter anderem erfuhren sie in der Social-Media-Area, wie digitale Inhalte produziert werden und welche Trends die Zukunft prägen werden. Ein weiteres Thema war der Einsatz von Drohnen in der Logistik und Zustellung. Führungen durch die Druckerei und das RPV-Briefzentrum wurden zudem angeboten. Wer wollte, konnte sich sogar eigene Briefmarken erstellen.
„Ich glaube, die Leute unterschätzen manchmal, was in Cottbus alles erdacht und erforscht wird zur Nachhaltigkeit“, begründete Goethe die Wahl des diesjährigen Mottos. Sie sagte: „Den Cottbusern zu zeigen, was ihre Heimatstadt so alles zu bieten hat, das ist schon immer das Anliegen dieser Veranstaltung.“
Bei der NdkK lernen: Was tun bei einem Blackout?
Bei der Feuerwehr Cottbus erklärte Marcus Bohg, Teamleiter beim Zivil- und Katastrophenschutz, wie sich Bürger im Fall eines Blackouts verhalten müssen. „Wir richten für diesen Fall an 15 Stellen in der Stadt sogenannte Leuchttürme ein“, erklärte Bohg. „Dort ist die nötigste Grundversorgung gegeben“, so der Katastrophenschützer weiter.
„Es gibt zum Beispiel eine Notrufannahme, weil wahrscheinlich das Handynetz zusammenbrechen würde.“ Außerdem gibt es ein Notstromaggregat und eine Trinkwasserversorgung, Heizung und Mikrowelle. „So können sich die Bürger aufwärmen oder sich selbst mitgebrachte Speisen warm machen“, schloss Bohg.
Aber nicht nur für den zukünftigen Ernstfall konnten Besucher der NdkK lernen. Die Nacht der kreativen Köpfe bot noch viel mehr. Egal ob künstliche Intelligenz, Biotechnologie oder Robotik: Besucherinnen und Besucher konnten nicht nur staunen und beobachten, sondern auch selbst Hand anlegen.
Mit Vollgas in die Zukunft – das gibt es im Gründerzentrum zu entdecken
So zum Beispiel bei den verschiedenen Angeboten im Gründerzentrum Startblock B2 an der Brandenburgisch Technischen Universität. In den Hightech-Werkstätten des Creative Open Lab konnten Besucher mit 3D-Drucker und Laser ihre ganz persönlichen Mitbringsel gestalten.
Das Creative Open Lab, kurz CoLab, ist ein Strukturwandelprojekt der BTU und unterstützt Gründer zum Beispiel mit Technik zum Bau von Modellen oder Prototypen. Das erklärte Anke Donnerstag vom CoLab.

Anke Donnerstag vom Creative Open Lab zeigt bei der Nacht der kreativen Köpfe 2024, wie mit einem Laser filigrane Bauteile und Kunstwerke produziert werden können.
Luise Mösle„Mit unserem Fusion-Epilog Laser kann man Materialien wie zum Beispiel Finnpappe, Holz, Schiefer oder Plastik bearbeiten“, erklärte Donnerstag weiter. „Man kann die Materialien damit gravieren oder auch schneiden.“ Diese Technologie werde gebraucht, um beispielsweise Modelle zu bauen, oder Gravuren anzufertigen.
Wann findet die nächste Nacht der kreativen Köpfe statt?
Für viele junge Menschen war die Nacht der kreativen Köpfe auch eine Gelegenheit, sich direkt bei den beteiligten Unternehmen und Institutionen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren.
Doreen Goethe zeigte sich beeindruckt, als lange nach Mitternacht die letzten Türen in Cottbus schließen: „Auch in diesem Jahr blicken wir auf eine spannende, erfolgreiche Nacht der kreativen Köpfe zurück, die wieder gezeigt hat, was Cottbus alles zu bieten hat. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich immer, gerade wenn so viel passiert, wie hier bei uns in Cottbus!“
Auch die nächste Nacht der kreativen Köpfe ist schon geplant. Und zwar für den 11. Oktober 2025.













