: Gericht stoppt den Gift-Anflug auf die Brandenburger Wälder
Nach extremen Herbst-Stürmen und der heftigen Dürre des vergangenen Sommers sind auch die Lausitzer Wälder stark geschwächt. Naturgemäß machen sich Schädlinge breit, die den gestressten Bäumen nun den Rest zu geben drohen. Den Insekten mit der großen chemischen Keule den Garaus zu machen, hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg jetzt aber strikt untersagt.
In vielen Lausitzer Kiefernwäldern, hier in der Lieberoser Heide, gibt es derzeit zahlreiche Käferlöcher. Dort sorgen verschiedene Insekten für ein Absterben der Bäume. Diese Gehölze müssen, so raten die Förster, umgehend aus dem Bestand entfernt werden, um die Schäden nicht noch zu vergrößern.
Torsten Richter-Zippack
Solch ein imposantes Fraßbild verursachen diverse Käfer an Kiefernstämmen. Mit ihrem Appetit zerstören sie die Leitungsbahnen des Baumes und bringen ihn zum Absterben.
Torsten Richter-Zippack
Revierförster Carsten Heinze (l.) und Waldarbeiter Peter Knobloch haben im Winter unweit von Frauendorf (Oberspreewald-Lausitz) nach überwinternden Schadinsekten in der Bodenstreu gesucht. Im Gegensatz zu den holz- und rindenbrütenden Schädlingen halten sich Kiefernspinner, Forleule und Co. in diesem Waldbestand zurück.