Nach dem Brand auf dem Bio-Bauernhof der Landwirtsfamilie Gullasch in Babow kennt die Hilfsbereitschaft der Lausitzer kein Ende. Nachdem bereits die Gemeinde Kolkwitz ein Spendenkonto einrichtete, möchte nun auch der Imkerverein aus Burg/Spreewald helfen. Geplant ist ein Honig-Verkauf am Montag, 30. Dezember vor dem Edeka-Markt in Burg von 9 bis 14 Uhr.

„Der Bio-Bauer arbeitet anders als die anderen Bauern. Er benutzt keine Pestizide, weshalb wir als Imker davon ausgehen können, dass unsere Bienen keine Gifte aufnehmen“, erklärt Heinz Tscheslog, Vorsitzender des Imkervereins die Aktion. Für die Imker sei das enorm wichtig. Sollten die Bienen doch Gifte aufnehmen, müsse der Honig vernichtet werden. „Der Bio-Bauer hat uns schon oft erlaubt, unsere Stöcke in die Nähe seiner Felder zu setzen. Es beruhigt uns, zu wissen, dass es unseren Bienen dort gut geht“, sagt er. Wenn einer schon Bio anbauen würde, müsse man den auch unterstützen, erklärt Tscheslog.

Eine knappe Woche vor Weihnachten ist die Maschinenhalle auf dem Bio-Bauernhof in Babow komplett ausgebrannt. Etwa 70 Gänse sind Opfer der Flammen geworden, ebenso wie der neue Mähdrescher und vier Traktoren. Gegenüber der RUNDSCHAU bestätigte Anica Gullasch, die den Betrieb erst im Sommer von ihrem Vater übernommen hatte, dass die Familie vor einem wirtschaftlichen Totalschaden steht.

Feuerwehreinsatz Großbrand auf Bio-Hof in Spree-Neiße