Tag der Industriekultur 2026: Wo in der Lausitz alte Fabriken lebendig werden

Am Tag der Industriekultur können Besucherinnen und Besucher einen Blick hinter die Kulissen der neuen Dauerausstellung im Museum Forst werfen. An welche Orte in und um Cottbus und Guben sich außerdem ein Ausflug lohnt, um mehr über die Industriegeschichte der Lausitz zu erfahren.
Marcel Laggai- Tag der Industriekultur in Brandenburg am Sonnabend (8. August 2027) mit Angeboten in der Lausitz.
- Forst: kostenloser Stadtrundgang 14:30 Uhr; Museum zeigt ab 15.40 Uhr Einblick in neue Dauerausstellung.
- Guben: Sonderausstellung „400 Jahre Färben in Guben“ von 14 bis 17 Uhr – Einblicke in die Wendezeit.
- Peitz: Eisenhütten- und Fischereimuseum zeigt Drahtziegelgewebe, Vorträge um 11 und 14 Uhr, Eintritt 4,50 Euro.
- Senftenberg-Brieske: Kräuterwanderung 11–16 Uhr, Workshop zu Pflanzendrucken, Zechenhaus bleibt geschlossen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Alte Fabriken, Werkstätten und Industriegelände: Die Industrie in der Lausitz hat eine lange Geschichte. Am Sonnabend (8. August 2026) ist Tag der Industriekultur in Brandenburg. In und um Cottbus gibt es viele Angebote, um die Industriegeschichte der Region zu erleben.
Die Geschichte der Tuchmacherstadt Forst steht im Mittelpunkt des Forster Museums für Textil- und Industriegeschichte Lausitz. Bei einem Stadtrundgang entlang historischer Gebäude und bedeutsamer Orte können Besucherinnen und Besucher die Industriegeschichte der Stadt Forst erleben. Der geführte Spaziergang beginnt um 14:30 Uhr, wird vom Museumsverein organisiert und ist kostenfrei.
Im Forster Museum wird weiterhin an der Dauerausstellung gearbeitet. Im Frühjahr 2027 soll sie komplett sein. Zum Tag der Industriekultur können Besucherinnen und Besucher ab 15.40 Uhr einen ersten Blick hinter die Kulissen werfen, sich ein Bild vom Stand der Arbeiten machen und erfahren, welche neuen Themen sie im Museum erwarten werden. Der Eintritt beträgt drei Euro. Kinder unter 13 Jahren haben freien Eintritt.
Auch in der ehemaligen Tuchmacherstadt Guben gibt es eine lange Industriegeschichte zu entdecken. Originale Ausstellungsstücke, eine komplette Musterbuchkollektion von 1873 bis 1995, Brigadetagebücher und Fotos machen die Textilgeschichte der Stadt greifbar. Der Verein Gubener Tuche und Chemiefasern lädt von 14 bis 17 Uhr ein zur Sonderausstellung „400 Jahre Färben in Guben“ und gibt außerdem Einblicke in die Geschichte des Chemiefaserwerks Guben in der Wendezeit.
Museum Peitz über eine fast vergessene Industrie in Cottbus
Im Eisenhütten- und Fischereimuseum Peitz steht ein nahezu vergessenes Erzeugnis im Mittelpunkt, das früher in Cottbus und Peitz hergestellt wurde: das Drahtziegelgewebe.
Von 10 bis 16 Uhr können Besucherinnen und Besucher mehr über das historische Baumaterial und über das Arbeitsleben in der Fabrik lernen. Um 11 und 14 Uhr finden Vorträge statt. Es gibt auch die Möglichkeit, die historische Technik ganz praktisch auszuprobieren und Drahtgewebe selbst zu verputzen. Der Eintritt beträgt 4,50 Euro.
Gartenstadt Marga in Senftenberg-Brieske entdecken
Das Industrieareal des ehemaligen Zechen- und Badehauses Brieske ist von 11 bis 16 Uhr im Rahmen einer Kräuterwanderung zu erkunden. In einem Workshop können die gesammelten Kräuter zu Pflanzendrucken verarbeitet werden. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Das Zechen- und Badehaus kann aufgrund von Bauarbeiten nicht betreten werden.
Ab 14 Uhr führt die Kunstaktion „Grubenlampe VI“ mit einem Spaziergang durch die Bergarbeiterkolonie und Gartenstadt Marga und gibt mit Texten, Musik und Kunst Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelten der ehemaligen Werkssiedlung.

