Züge rattern durch den kleinen Raum, die Dampflok pfeift, der Wald steht still. Wer für einen Harz-Besuch kurz vor Weihnachten keine Zeit mehr hat, kann auch einfach dem Stadtteilmuseum in Gallinchen einen Besuch abstatten. Dort ist bis zum 30. Dezember ein Nachbau des Bahnhofs Eisfelder Talmühle samt Schmalspurbahn zu sehen.

Für die neueste Sonderausstellung hat der Gallinchener Steffen Keller seine Bahn zur Verfügung gestellt, „um den Kindern eine Freude zu machen“, wie er sagt. Normalerweise betreibt er eine Gartenbahn auf seinem eigenen Grundstück. „20 Jahre mache ich das schon. Den Modellbau an sich seit Kindertagen“, erklärt er. Neben normalen Schaulustigen habe sogar schon ein BTU-Professor für Landschaftsbau an seinem Gartenzaun gestanden, erzählt er stolz. Viele der Besucher würden nachfragen, wie man so eine Gartenbahn bauen kann.

Gartenbau der Marke Eigenbau

Steffen Keller baut die Fahrzeuge teilweise selbst, rüstet alte Exemplare mit Sound auf, baut Dampfentwickler und Kupplungen ein und erstellt auch die Häuser und Dekorationen selbst. Mit Original-Sound rattern die Züge deshalb auch durchs Stadtteilmuseum Gallinchen.

Dort können Familien die Züge auch selbst mal bedienen, egal ob Groß oder Klein. Bis aus Berlin würden die Leuten anreisen, um die Ausstellungen von Steffen Keller zu sehen. „Hier ist spielen ausdrücklich erwünscht, denn wenn man Kinder für technisches Hobby interessieren will, muss man sie auch einfach mal machen lassen“, erklärt Keller. Es sei sowieso schwer, eine jüngere Zielgruppe ins Museum zu locken.

Angst vor Kollisionen auf den Gleisen brauchen die Besucher und Tester der Bahnen nicht haben: „Die Schaltungen sind alle so eingestellt, dass das nicht passieren kann“, erklärt der Fachmann.

Wer die Bahnen selbst mal ausprobieren will, hat dafür mittwochs von 16 bis 18 Uhr, samstags von 14 bis 18  Uhr sowie an Sondertagen (27., 28., 30. Dezember) ebenfalls von 14 bis 18 Uhr Zeit.