In der Nacht zum Samstag, 11. Januar 2020, haben Diebe erneut illegale Polenböller genutzt, um einen Zigarettenautomaten aufzusprengen. Dieses Mal schlugen die Täter laut einem Polizeisprecher im Cottbuser Stadtteil Merzdorf am künftigen Cottbuser Ostsee zu.

Tatort war der Zigarettenautomat vor der Gaststätte Alpenschänke. „Gegen drei Uhr hat jemand in einer benachbarten Fleischerei einen heftigen Knall gehört“, sagte der Polizeisprecher. Am frühen Morgen stellten Polizisten dann fest, dass der Zigarettenautomat gesprengt worden war.

Die Diebe entwendeten offenbar Zigaretten und Bargeld. Die Höhe des Schadens stand laut Polizei zunächst nicht fest.

Dieser Sprengstoffanschlag auf einen Zigarettenautomaten ist nicht der einzige nach Silvester 2019 gewesen. Erst in der Nacht zum 10. Januar hatten Diebe einen Zigarettenautomaten im Cottbuser Ortsteil Döbbrick an der Dorfstraße mit Pyrotechnik gesprengt, so die Polizei. Kriminaltechniker hätten Spuren von Böllern gesichert.

Ähnliche Automaten-Sprengungen gab es zuvor in Calau und Lübben sowie ein weiteres Mal in Cottbus.

Weißkeißel

Polenböller bereiten Polizei und Zoll Sorgen. Dabei geht inzwischen weniger um die illegal hergestellten Sprengkörper, sondern laut Hauptzollamt in Frankfurt (Oder) insbesondere um Böller und Raketen der Feuerwerksklasse 3, die in Deutschland anders als in Polen nicht an Laien abgegeben werden dürften. Die Sicherheitsbehörden warnen vor der unsachgemäßen Verwendung solcher Feuerwerkskörper, die zu schweren Verletzungen führen kann.