Lesermeinung
: Geld gehört in die Lausitz

Petra Kinkel aus Cottbus ist ist entsetzt, dass das Geld für den Lausitzer Strukturwandel als Art Selbstbedienungsladen angesehen wird („Kohleausstiegs-Milliarden für das RKI“ und „Am Revier vorbeifinanziert“, LR vom 23. Februar).
Von
LR Café-Tester
Cottbus
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Nur einen Steinwurf entfernt vom Campus der Technischen Hochschule (TH) Wildau wird das Robert-Koch-Institut (RKI) ab März eine Außenstelle einrichten. Bezahlt wird die Außenstelle aus Mitteln des Strukturstärkungsgesetzes für die Kohleregionen. ⇥

Foto: Presse Hochschule Wildau

Da waren die Milliarden Strukturwandel-Unterstützung noch schneller verschwunden, als ich in meinem Leserbrief vom 11. Februar erwartet hatte. (...)

Ich bin fassungslos. Sind wir wieder soweit, Berlin reißt sich alles unter den Nagel, und der Rest der Republik schaut zu? Wo sind unsere Landespolitiker Herr Woidke und Gefolgschaft? Völliges Desinteresse oder Winterschlaf? Werden Sie erst wieder vor den nächsten Wahlen munter, um große Versprechungen zu machen? Wenn es die Landespolitiker nicht können, sagen wir es euch eben: „Nein Berlin, das Geld gehört euch nicht, ihr dürft es nicht nehmen. Es gehört in die Lausitz!“

Bedienen sich Politiker eigentlich auch so sorglos an den Sparbüchsen ihrer Kinder?

⇥Petra Kinkel, Cottbus