Leag in Cottbus: Deshalb patrouillieren jetzt autonome Drohnen im Tagebau

Überwachungsdrohnen, wie sie Sicherheitsdienste oder auch die Polizei einsetzt, werden jetzt in Kraftwerken und Tagebauen der Leag getestet.
Peter Steffen/dpa- Leag testet autonome Drohnen zur Überwachung von Tagebauen und Kraftwerken in Cottbus.
- Drohnen erkennen Gefahren, Diebstahl und Vandalismus durch KI und Sensoren.
- Erste Tests erfolgreich; Einsatz soll ausgebaut und Kooperationspartner gesucht werden.
- Überwachung erfolgt 24/7; Daten werden in Zentrale eingespeist.
- Drohnen ergänzen stationäre Kameras und Streifen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als eine besondere Herausforderung bezeichneten Leag-Verantwortliche immer wieder die Sicherung der riesigen Betriebsgelände des Lausitzer Energiekonzerns. Die Anlagen von Braunkohlekraftwerken und vor allem die von Tagebauen erstrecken sich alle über viele Quadratkilometer. In der Vergangenheit übernahmen in den meisten Fällen festinstallierte Kameras sowie Auto- und Fußstreifen der beauftragten Sicherheitsdienste die Kontrollen. Jetzt aber soll zum ersten Mal intelligente Überwachungstechnik zum Einsatz kommen.
Dabei setzt die Leag verstärkt auf neueste Technologien. Im Rahmen eines gerade gestarteten Forschungsprojektes arbeiten die Lausitzer am Einsatz autonomer Drohnen. Die sollen schon bald in größerer Zahl genutzt werden, um die Industrieanlagen und Energiestandorte rund um die Uhr zu sichern. Ein erstes Zwischenziel: „Die Drohnen sollen selbstständig Patrouillenflüge über unserem Betriebsgelände durchführen und dabei potenzielle Gefahren, aber auch Diebstahlversuche, Vandalismus oder sonstige illegale Handlungen identifizieren“, sagt Johannes Bieder, Koordinator des Leag-Unternehmensschutzes.
Diese autonomen Drohnen bringt die Leag zum Einsatz
Die ersten im Test befindlichen Drohnen seien ausgestattet mit hoch entwickelten Sensoren, Kameras und KI-basierten Auswertungs-Tools. Mit ihnen sei eine Überwachung in Echtzeit möglich, auch in abgelegenen und schwer zugänglichen Bereichen des Leag-Betriebsgeländes.
Die Drohnen sollen künftig in der Lage sein, 24 Stunden am Tag, sieben Tage jede Woche, in Echtzeit Daten zu sammeln und auch Alarmmeldungen auszulösen, wenn Gefahren oder auch strafbare Aktivitäten festgestellt würden.

Wärmebild-Aufnahme, die eine Überwachungsdrohne auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Jänschwalde geschossen hat.
Martin Theisen/LeagErfolgreiche Drohnen-Tests und Ausbaupläne bei der Leag
„Die ersten erfolgreichen Tests der Drohnen sind gerade abgeschlossen“, sagt Ronny Jäkel der bei der Leag für das Drohnenprojekt verantwortlich ist. „Wir planen, den Einsatz der autonomen Drohnen in den kommenden Monaten weiter auszubauen“, kündigt Jäkel an. Gleichzeitig suchen die Lausitzer weitere Kooperations- und Technologiepartner, um die Entwicklung solcher effizienten Sicherheitslösung voranzutreiben.
So läuft die Überwachung der Leag-Anlagen
Die Leag muss die sensiblen technischen Einrichtungen in ihren Tagebauen und Kraftwerken in Brandenburg und Sachsen rund um die Uhr überwachen. Bisher und auch in Zukunft gibt es dafür zahlreiche stationäre Kameras und ein Streifensystem. Die Bilder der Kameras laufen in der Zentrale des Unternehmensschutzes auf. In Zukunft sollen auch die Bilder autonomer Drohnen in das Überwachungssystem eingespeist werden. Die Drohnen sollen auch nachts zum Einsatz kommen.

