Lausitzer Filmschau: Comeback in Cottbus ist neue Chance für Kino-Stars von morgen

Über das Comeback der Lausitzer Filmschau in Cottbus freut sich der regional bekannte Filmemacher Eric Schiesko (l.). Der Bürgerverein Schmellwitz rund um Michael Tietz (r.) macht die Rückkehr möglich.
Michael Igel/Annett Igel/Steven Wiesner/Collage: Sebastian Schubert- Lausitzer Filmschau kehrt bei Open-Air-Kinonächten in Cottbus-Schmellwitz zurück.
- Nachwuchsfilmer zeigen Werke auf großer LED-Leinwand; Preisgelder und Publikumspreis.
- Einsendungen aus der Lausitz ab sofort; keine Genre-/Längenlimit, nicht professionell.
- Einsendeschluss: 31. Mai 2026; Fachjury vergibt Haupt- und zwei Sonderpreise.
- Auftakt der Kinonächte vom 1.–4. Juli 2026 auf dem Ernst-Mucke-Platz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Lausitzer Filmschau feiert jetzt ein überraschendes Comeback: Bei den Open-Air-Kinonächten in Cottbus-Schmellwitz sollen Nachwuchs-Filmemacher künftig wieder ihre Werke auf großer Leinwand präsentieren können. Zuvor war das extrem erfolgreiche Format viele Jahre lang Bestandteil des Cottbuser Filmfestivals. Für viele junge Talente gilt die Filmschau noch heute auch als Sprungbrett für eine Karriere in der Filmbranche.
Auch Filmemacher und Regisseur Eric Schiesko ist quasi ein Kind der Lausitzer Filmschau. „Ich war von Anfang an dabei“, erzählt er. Über die Neuauflage des Formats freue er sich wirklich. „Das ist absolut toll“, sagt er. Er selbst hat bei der Filmschau schon zahlreiche Preise abgeräumt – gewann mit seinem ersten Musikvideo „Ostmob“ im Jahr 2007. Später bekam er den Publikumspreis für den Kurzfilm „Nur ein kurzer Augenblick“ (2010), einen Spezialpreis gab es für Eric Schiesko ein Jahr später für „Schmellwitz“.
„Ich bin ja in Schmellwitz aufgewachsen“, erzählt Schiesko. Ausgerechnet der dortige Bürgerverein sorgt jetzt für das Comeback der Lausitzer Filmschau. Seit 2022 pausiert das Format, das zuvor immer einen Tag vor Beginn des Festivals des osteuropäischen Films in Cottbus – meist im Weltspiegel – zu sehen war. Der Saal war stets ausverkauft, besetzt mit alteingesessenen Cottbusern, jungen Filmemachern, ihren Protagonisten und Bekannten. Für manch einen Festivalgänger galt die Lausitzer Filmschau sogar als ein Indiz dafür, wie gut das anschließende Filmfestival besucht sein würde.
Es stellt sich die Frage, warum die Lausitzer Filmschau nicht mehr zum Cottbuser Filmfestival gehört. Filmfest-Geschäftsführer Andreas Stein hat eine Antwort parat: Nach fast 20 Jahren habe man die Idee gehabt, die immer professioneller werdenden Filmschaffenden der Region in die Festival-Kategorie „Heimat“ zu integrieren. Das hat offenbar nicht ganz funktioniert.
„Wir wissen, dass darüber hinaus ein kleiner Bedarf besteht“, sagt Andreas Stein. Eine versuchte Wiederauflage im früheren Club Scandale in Cottbus scheiterte letztlich daran, dass die Location aus bautechnischen Gründen inzwischen geschlossen wurde. Der Weltspiegel, eines der ältesten Kinos Deutschlands, ist mittlerweile der Hauptspielort für das Cottbuser Filmfestival. Zuvor war es die imposante Stadthalle.
So kommt der Bürgerverein Cottbus-Schmellwitz zur Filmschau
„Wir wurden im letzten Jahr von vielen Filmschaffenden beim sorbischen Abend angesprochen“, erzählt Michael Tietz, Chef des Bürgervereins Schmellwitz. Der Verein organisiert die Open-Air-Kinonächte in Neu Schmellwitz, die im Jahr 2026 ihre achte Auflage erleben. So entstand die Idee, die Lausitzer Filmschau wieder aufleben zu lassen und dem Filmnachwuchs der Region eine große Bühne – immerhin eine sieben mal vier Meter große LED-Leinwand – zu bieten.
Für junge Filmemacher ist die Lausitzer Filmschau wichtig, wie Eric Schiesko sagt. Den eigenen Film auf großer Leinwand zu sehen, das mediale Interesse und natürlich auch das Preisgeld, mit dem beispielsweise neue Technik finanziert werden kann, helfe vielen auf ihrem Weg in die Kreativbranche. Für manch einen Lausitzer hat so die Karriere als Cutterer begonnen, andere haben es sogar in bekannte Serien wie „Schloss Einstein“ geschafft.
Ab sofort können Filmschaffende aus der gesamten Lausitz ihre Beiträge einreichen. Es gibt nach Angaben des Veranstalters keine festgelegten Genres und keine Längenbegrenzung. Einzige Voraussetzung ist, dass die Filme nicht im professionellen Kontext entstanden sind. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2026. Es findet eine vorherige Filmauswahl statt, eine Fachjury vergibt den Haupt- und zwei Sonderpreise. Zudem wird der Publikumsliebling gekürt.
So laufen die Open-Air-Kinonächte 2026 in Cottbus
Die Lausitzer Filmschau in Cottbus soll den glanzvollen Auftakt der Open-Air-Kinonächte bilden, die vom 1. bis 4. Juli 2026 auf dem Ernst-Mucke-Platz in Cottbus-Schmellwitz stattfinden. Neben den Nachwuchsfilmen werden europäische Kino-Highlights gezeigt und es gibt spezielle Schulvorstellungen.

