Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung wegen der Coronavirus-Pandemie einem Bericht zufolge bis Mitte Juni verlängern. Das berichtete der „Spiegel“ am Mittwoch unter Berufung auf einen entsprechenden Beschlussvorschlag, den das Auswärtige Amt (AA) kurz vor der Kabinettssitzung unter den Bundesministerien abgestimmt habe. Demnach heiße es in der Beschlussvorlage, die bisher gültige Reisewarnung gelte „bis auf weiteres“, mindestens aber bis Mitte Juni. Vor diesem Datum solle die Lage noch einmal neu bewertet werden, dazu wolle man sich vor allem mit den EU-Nachbarn eng abstimmen. Die Verlängerung soll an diesem Mittwoch vom Kabinett verlängert werden, mindestens bis zum 14. Juni. Dem Bericht zufolge lässt das Papier aus dem Auswärtigen Amt allerdings offen, ob Urlaubsreisen während der Sommerferien möglich sein werden, die in manchen Bundesländern schon Ende Juni beginnen. Wer allerdings über Pfingsten Ende Mai eine Auslandsreise gebucht habe, könne diese jetzt stornieren und sich auf die Reisewarnung berufen.

In Deutschland galt die weltweite Reisewarnung für Touristen zunächst bis zum 3. Mai. Die Grenzen zu den Nachbarländern dürfen abgesehen vom Warenverkehr nur noch von Berufspendlern oder Menschen mit einem anderen dringenden Grund passiert werden. Touristische Auslandsreisen sind untersagt. Außenminister Heiko Maas (SPD) hat mehrfach deutlich gemacht, dass sich bisher keine Änderung dieser Situation abzeichnet: „Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können.“ Auch im Inland sind derzeit noch keine Urlaubsreisen möglich, die Hotels sind geschlossen.

Strohballen-Brand in Goßmar verursacht großen Schaden

In einer Agrargenossenschaft Goßmar (Dahme-Spreewald) südlich von Luckau ist am späten Dienstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. 20 Strohballen standen in Flammen und mussten von der Feuerwehr gelöscht werden. Ein Mitarbeiter der Agrargenossenschaft wurde leicht verletzt und musste wegen einer möglichen Rauchgasvergiftung behandelt werden. Eine Gefahr für weitere Personen und Tiere auf dem Gelände bestand nicht. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 25.000 Euro.

Regen und Gewitter phasenweise möglich in der Lausitz

Nach den Regenfällen am Dienstagabend und in der Nacht in der Lausitz und im Elbe-Elster-Land ist weiter kein längerer Landregen in Aussicht, den die Natur so dringend bräuchte. Am Mittwoch soll es vormittags wechselnd bis stark bewölkt sein, zunächst nur wenig Regen, am Nachmittag und Abend gebietsweise aufkommende Schauer, örtlich auch Gewitter. Dazu frischt auch der Wind auf und es kann zu Starkregen um 15 l/qm kommen. Höchstwerte zwischen 16 und 19 Grad. In der Nacht zum Donnerstag wolkig bis stark bewölkt und gebietsweise Schauer, mit geringer Wahrscheinlichkeit vereinzelt Gewitter, im Verlauf nach Polen abziehend. Anschließend größere Auflockerungen und lokal Dunst- oder Nebelfelder.