„Sie zeigt mir das Paradies“, schreibt Gondula im aktuellen Beitrag auf ihrem eigenen Instagram-Account. Dazu sind sonnenhelle Fotos zu sehen. Und eine Dame, die vielen Cottbusern noch bekannt sein dürfte.

Lange Zeit am Cottbuser Staatstheater

Gondula, die Kuschelkatze aus Cottbus, ist zu Besuch bei Waltraud Mucher-Gregan. Ende der 90er-Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends war sie Erste Mezzosopranistin am Staatstheater Cottbus, hat Belle in „Die Schöne und das Biest“, gesungen, die Carmen gespielt, die Dalila in „Samson und Dalila“. Mittlerweile lebt Waltraud Mucher-Gregan malerisch auf Mallorca.
Und während Touristen aufgrund der Corona-Bestimmungen dort in diesem Jahr auf Party weitgehend verzichten müssen, lässt sich Kuschelkatze Gondula nicht nur die Sonne aufs Fell scheinen, sondern auch den Sekt schmecken. Der nämlich kommt wie sie aus Cottbus.

Martin Schüler schickt Kuschelkatze Gondula auf Reisen

Martin Schüler, Maler aus der Lausitzmetropole, schickt Gondula – für ihn eine Majestät, schließlich hat sie den Künstler erst zum Malen gebracht, – an verschiedene Orte der Welt. Als Ersatz, sagt er, weil Schüler in diesem Jahr nicht reisen wird. In Italien hat das Kuscheltier einen Maler besucht, jetzt ist die Sängerin Waltraud Mucher-Gregan an der Reihe.

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Bei einem einfachen Herumreisen wollen es Gondula und Martin Schüler – wenn Letzterer auch nur von zu Hause aus – es nicht belassen. Die Gastgeber Gondulas werden auch ausgefragt – darüber etwa, wie sie die Corona-Krise erlebt haben, im Fall von Waltraud Mucha-Gregan auch darüber, was sie bis heute mit Cottbus verbindet.

Mucha-Gregan hat wunderbare Erinnerungen an Cottbus

Die Zeit am Staatstheater, sagt sie, sei immerhin die längste Zeit für sie an einem Theater gewesen. „Ich habe wunderschöne Erinnerungen an Cottbus“, so die Sängerin. Sie schwärmt noch heute von der Architektur des Staatstheaters – und von ihrer großen Wohnung in der Leuthener Straße. Dort, sagt sie, habe es zahlreiche Feste nach Opernpremieren im Großen Haus gegeben.
Außerdem erinnert sie an ihren Opernchef. Ganz zufällig heißt der ebenso wie der Künstler, der Gondula auf Reisen und auch nach Mallorca geschickt hat: Martin Schüler. Schüler – der Opernchef – habe ein großartiges Ensemble in Cottbus aufgebaut.

Lob für Brandenburger Corona-Management

In den vergangenen Jahren und Monaten habe sie einerseits von den Staatstheater-Querelen um Ex-Generalmusikdirektor Evan Christ gehört, andererseits aber auch immer aufgehorcht, wenn Brandenburgs erfolgreiches Corona-Management Thema in den Nachrichten gewesen sei.
Auch auf dem fernen Mallorca scheint die Bindung in Richtung Cottbus bei der Sängerin also noch zu existieren – Gondula hat sie mit ihrem Besuch noch ein bisschen verstärkt. Und Sonne getankt – die fehlt bisweilen schließlich in der Lausitz in diesem Sommer.

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Martin Schüler


Martin Schüler ist der Erfinder der so genannten Kuschelkunst. Auf seinen Bildern verwandelt er Alltagsgegenstände in Kuscheltiere oder zeigt Stofftiere in den unterschiedlichsten Situationen. Ab dem 29. August sind Schülers Werke im Zelig auf der Friedrich-Ebert-Straße in Cottbus zu sehen.

Bei Schüler wurde das Asperger-Syndrom festgestellt – eine milde Form des Autismus. Das führe dazu, dass sein Blick auf die Welt vielleicht oft ein anderer sei, so der Künstler.