Krankenhaus in Cottbus: Protest gegen geplante Reform und Folgen für Patienten

Gewerkschaft, Bund der Krankenhausärzte und Personalrat hatten Beschäftigte des Unikrankenhauses in Cottbus am Montag zur „kämpferischen Mittagpause“ eingeladen.
Michael Helbig- Beschäftigte der Uniklinik Cottbus protestieren gegen geplante Einschnitte bei der Finanzierung.
- Rund 200 Mitarbeitende hielten eine „aktive Mittagspause“ vor der Uniklinik am Montag, 22. Juni.
- Ver.di, Marburger Bund und Personalrat riefen auf – der Vorstand unterstützte die Aktion.
- Kritikpunkte: gedeckeltes Pflegebudget und keine volle Refinanzierung künftiger Tarifsteigerungen.
- Befürchtet werden Stellenabbau, längere Wartelisten, Leistungskürzungen und Klinikschließungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Protest an der Uniklinik in Cottbus. Mit einer „aktiven Mittagspause“ haben rund 200 Beschäftigte der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) in Cottbus gegen geplante Einschnitte bei der Krankenhausfinanzierung protestiert.
Zu der Aktion vor der Uniklinik am Montag, 22. Juni, hatten die Gewerkschaft ver.di, der Marburger Bund und der Personalrat der Uniklinik aufgerufen. Unterstützt wurde der Protest auch vom Vorstand der Universitätsmedizin in Cottbus.
Hintergrund ist die von der Bundesregierung geplante Gesundheitsreform zur Beitragssatzstabilisierung bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Nach Auffassung der Beschäftigten an der Unimedizin in Cottbus würde das Gesetz die Kliniken und auch Universitätskliniken finanziell stark belasten.
Kritisiert wird dabei vor allem, dass kommende Tarifsteigerungen für Beschäftigte künftig nicht mehr vollständig refinanziert werden sollen. Zudem solle das Pflegebudget für die Personalkosten auf bettenführenden Stationen gedeckelt werden.
Gesundheitsreform – das sind Folgen für Patienten
Auf diese Weise käme es in den nächsten Jahren zu einem schleichenden Stellenabbau in den Kliniken. Aus Sicht von Gewerkschaften und Ärztevereinigungen ist die Verteilung der Sparlasten in der gesetzlichen Krankenversicherung sehr ungerecht. Zugleich setzen sich die Beschäftigten für eine auskömmliche Finanzierung der Krankenhäuser, den Erhalt von Arbeitsplätzen und eine verlässliche Patientenversorgung ein.
Nach Angaben der Veranstalter schreiben bereits heute mehr als 70 Prozent der Kliniken – auch die Cottbuser Unimedizin – rote Zahlen. Die Beschäftigten warnen deshalb vor längeren Wartelisten, Leistungseinschränkungen und möglichen Klinikschließungen.
Sie fordern stattdessen, dass der Bund versicherungsfremde Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung stärker aus Steuermitteln finanziert und Krankenhäuser bei vorgegebenen Struktur- und Qualitätsanforderungen ausreichend unterstützt.

