
In der Zuchthaus-Gedenkstätte: Führungen im Mondschein
Das Menschenrechtszentrum Cottbus bietet ab diesem Samstag, 14. September, monatlich zum Vollmond eine etwa 1,5-stündige abendliche Führung durch das Gelände der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus an. Dabei erfahren die Teinehmer bewegende und spannende Geschichten über das einstige Gefängnis und die Inhaftierten.
Cottbus(red/pos) „Den Vollmond konnte ich aus meinem Zellenfenster nie sehen, weil während meiner Haftzeit Mitte der 1970er-Jahre Blechblenden den freien Blick nach draußen versperrten. Als wir uns aber im Mondlicht zur Nachtschicht vor der Pentacon-Halle aufstellten, empfand ich ein unheimliches Gefühl des Verlassenseins, weil nur der helle Mond eine Verbindung zur unerreichbaren Außenwelt war“, so Dieter Dombrowski, Vorsitzender des Menschenrechtszentrums.