Die garantiert passende Lehrstelle und den Traumjob zu finden, ist für den heftig umworbenen hoffnungsvollen Fachkräftenachwuchs eine gewaltige Herausforderung. Auf der größten Bildungsmesse und Jobbörse Brandenburgs in Cottbus, der Impuls-Messe, ist die persönliche Top-Stelle zu finden. Das ist fast ein Versprechen bei mehr als 240 Aussteller vom Kleinstbetrieb bis zum Industrie-Riesen. Aber wie?

415 Ausbildungsplätze und etwa 500 Studienangebote machen die Karriereplanung leicht und schwer.

Das kluge Selbsterkundungstool ist am Start

Deshalb hat die Arbeitsagentur den Berufsberater Thomas Poppel zuerst in den Ring geschickt: als Wegweiser auf den Messerundgang, der wirklich schlau macht. Seit zwei Jahren ist Poppel der Teamleiter der Berufsberater in der Arbeitsbehörde, deren Expertise auch immer mehr der Lausitzer Unternehmer nutzen. Denn ausgebildete Fachkräfte, Hilfskräfte und Nachwuchs werden händeringend gesucht.

Gut beraten ist der Schulabgänger auf der Suche nach dem besten im Eingangsbereich der Messehalle den ersten Stopp einzulegen: Die Tablets des Berufsinformationszentrums haben die Software, die fit macht für die Fahnder nach dem richtigen Jobs fürs Leben. Kleine Tests und ein Selbsterkundungstool zu den Interessen und Fähigkeiten werden hier akkurat ausgewertet.

Das Selbsterkundungstool ermittelt anhand psychologisch fundierter Testverfahren, was der Bewerber kannst und wofür er sich offensichtlich interessierst. Die passenden beruflichen Möglichkeiten werden herausgefiltert. Eine Übersicht der Eigenschaften und Kompetenzen – ein ganz persönliches Kompetenzprofil entsteht. Eine Ausbildungsplatzbörse und eine Studiensuche mit vielen Angeboten erscheinen. Mit diesen frischen Wissen können die jungen Leute, die sehr oft noch keine genauen Vorstellungen zur Berufswahl haben, gezielt die Aussteller der empfohlenen Branchen auf der Messe aufsuchen.

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Cottbus

Der richtige Zeitpunkt für die Frage nach dem Gehalt

„Ein Schulabschluss ist Grundvoraussetzung für jede Ausbildung“, schickt Thomas Poppel voraus. Die Noten werden natürlich in Augenschein genommen von den Unternehmen, die Auszubildende suchen. Aber das überzeugende Auftreten sei auch wichtig. Sich im Vorfeld mit dem Unternehmen und dem Ausbildungsprofil zu beschäftigen, verspricht, bei der Bewerbung gut punkten zu können. Deshalb der Tipp für den Rundgang: Fragen stellen. „Dabei darf und soll man ruhig ehrlich und direkt sein, solange die Höflichkeit gewahrt ist“, sagt Thomas Poppel. „Nach dem Verdienst zu fragen, ist unbedingt erlaubt“, erklärt er weiter. „Die Gehaltsfrage sollte aber nicht unbedingt gleich die erste sein“, mahnt er auch etwas diplomatisches Geschick an.

Etwa 6000 freie Arbeitsstellen sind derzeit im Bezirk Cottbus der Arbeitsagentur im Vermittlungsangebot. Die Jobbörse ist voll.

Die Top-10 der gesuchten Arbeitskräfte in der Lausitz sind aktuell: Helfer in der Lagerwirtschaft (181 Stellenangebote), Fachkräfte im Verkauf (179), in der Bauelektrik (142), Berufskraftfahrer (138), im Gastronomieservice (133), im Maschinenbau und in der Betriebstechnik (127), in der Altenpflege (126), Köche (116), Büro- und Sekretariatskräfte (116) und Kraftfahrzeugtechniker (113).

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Cottbus

Wichtige Fragen von Schulabgängern an Ausbildungsbetriebe


Wie verläuft die Ausbildung genau, wird sie in praktische Arbeit und Blockunterricht unterteilt oder ist der Ablauf eher dem an einer Schule vergleichbar?

Welche Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten stehen nach Abschluss der Ausbildung offen?

In welchen Branchen ist die Berufsausbildung gefragt, bietet gute Jobchancen?

Welche alternativen Ausbildungsgänge oder Ausbildungsorte werden angeboten?

Welche Kosten sind während der Ausbildung zu erwarten? Wie hoch sind die Lehrlingsentgelte?

Wie sind die Chancen auf eine Übernahme bei den einzelnen Unternehmen?

Wie gelangt man an gute Praktikumsplätze, um sich im Berufsfeld zu testen?