Heimatfest in Burg 2025: So feiert der Spreewald – die Tipps der Einheimischen

So sieht ein sorbisch-wendisches Hochzeitspaar aus. Die Braut trägt einen Hupatz auf dem Kopf. Präsentiert werden die Trachten des Spreewaldes beim Heimat- und Trachtenfest in Burg. Ein Spektakel, das sich auch für Touristen lohnt.
Kerstin Möbes- Heimat- und Trachtenfest in Burg: 29.–31. August 2025 mit bis zu 20.000 Gästen erwartet.
- Höhepunkt: Festumzug am Sonntag, 14 Uhr, mit Trachten und traditionellem Hochzeitszug.
- Programm: Trachtentänze, Blasmusik, Partys und Auftritte wie Dieter Quaster (Sonntag, 20 Uhr).
- Kahnfahrten: Extra kurze Touren, neue Thermen-Rundfahrt, Klassiker nach Burg-Kauper.
- Kulinarik & Parken: Spreewälder Spezialitäten, große Parkplätze am Dorfrand empfohlen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Spreewald-Gemeinde Burg nahe Cottbus hat sich längst vom Geheimtipp zum Touristenmagneten entwickelt. Besonders voll und bunt wird es am Wochenende zum Heimat- und Trachtenfest (29. bis 31. August 2025). Zwischen 10.000 und 20.000 Gäste werden erwartet. Was sich Touristen keineswegs entgehen lassen sollten – Einheimische verraten ihre Empfehlungen.
„Nicht verpassen sollte man den Festumzug am Sonntag“, sagt Kerstin Möbes, Sprecherin der Amtsverwaltung Burg. Der Umzug ist der Höhepunkt des dreitägigen Spektakels, da sind sich alle befragten Burger einig. Der Zug startet um 14 Uhr am Ortseingang (aus Richtung Cottbus) und zieht bis zur Grund- und Oberschule mitten im Dorf. Die Teilnehmer werfen sich in Schale, ziehen ihre Trachten und Kostüme an und zeigen, wie die Menschen im Spreewald traditionell leben beziehungsweise gelebt haben.
Neun Paare zieht beispielsweise allein Anke Lehmann für den Hochzeitszug an. „Ich habe mir zwei Anziehfrauen organisiert, sonst ist das kaum zu schaffen“, erzählt sie. Angekleidet wird im 30-Minuten-Takt. Die Braut mit dem traditionellen Hupatz, einer Haube aus in Falten gelegter Tüllspitze, wird zuletzt an- und zuerst wieder ausgezogen. Ihren umfangreichen Trachtenfundus hat Anke Lehmann von Martha Steffen, der Großmutter ihres Mannes, übernommen – und gleichzeitig die Verpflichtung zur Traditionspflege.
Warum die Kahnfahrt in Burg extra kurz sind
„Ich selbst schaue mir auch immer gern das Bühnenprogramm auf der Festwiese an“, erzählt Anke Lehmann. Das reicht 2025 von Trachtentanzgruppen und Blasmusik bis hin zum singenden Spreewald-Wirt Günni sowie der Venga-Venga-Party (Freitag, 21 Uhr), der Rock’n’Roll-Coverband „The Clogs“ (Samstag, 20 Uhr) und der Puhdys-Legende Dieter Quaster, der seine Freunde mit auf die Bühne bringt (Sonntag, 20 Uhr).
Eine Kahnfahrt gehört für Spreewald-Besucher zum Pflichtprogramm. „Wir bieten extra kurze Touren an, damit die Gäste nichts verpassen“, sagt Hafenmeister Dirk Meier. Zu den Strecken, die er empfiehlt, gehören die zweistündige Kahnfahrt nach Burg-Kauper und die einstündige bis zum Hotel Zur Bleiche. „Ganz neu ist die Thermen-Rundfahrt“, so Meier. Diese führt zur Spreewald-Therme. Nach der Tour müsse aber gezielt gefragt werden, weil aufgrund der geringen Wassertiefe in den zu befahrenden Fliesen nur mit weniger Gästen als üblich im Kahn gestakt werden könne.
Auf dem Innenhof des Hotels „Zur Linde“ gibt es einen Traditionsmarkt, in der Heimatstube eine Sonderausstellung, die gemalte Burger Bilderwelten aus dem 19. Jahrhundert zeigt. An zahlreichen Ständen gibt es Kulinarisches für jeden Geschmack, dabei fehlen auch die Spreewälder Plinse nicht, ebenso wie Saure Gurken und Eis in der typisch Spreewälder Geschmacksrichtung „Quark mit Leinöl“.
Wer mit dem Auto anreist, sollte unbedingt die großen Parkplätze an der Peripherie der Spreewaldgemeinde Burg nutzen. „Die Wege bei uns sind kurz, nur fünf bis zehn Minuten bis in die Dorfmitte“, sagt Markus Klamt vom Tourismusverein und Mitorganisator des Trachten- und Heimatfestes. Wer aus Cottbus anreist, findet einen Parkplatz direkt an der Kreuzung am Abzweig nach Vetschau links auf der großen Wiese. Wer aus Lübben kommt, kann an der Spreewaldmühle unkompliziert parken.

