„Der Herr schenke Euch ein gesegnetes Jahr. Das wünschen Euch Caspar, Melchior und Balthasar“ – mit diesen Worten haben am Freitag die Cottbuser Sternsinger den Segen ins Medienhaus der Lausitzer Rundschau gebracht. Es ist nur eine von zahlreichen Stationen für die katholischen Jugendlichen, die im Kostüm der Heiligen Drei Könige Unternehmen, Behörden, Geschäfte und Privathaushalte besuchen.

Deutschlandweit beteiligen sich rund 300 000 Mädchen und Jungen an der Aktion und sammeln damit zugleich Spenden für Kinder in anderen Ländern. Seit dem Start der Aktion 1959 sind so rund 1,14 Milliarden Euro zusammengekommen. In diesem ist das Schwerpunktland der Libanon.

Youtube Sternsinger in Cottbus 2020

„20*C+M+B+20“ schreiben die Sternsinger als Segen auf die Häuser, die sie besuchen. „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“. Auch im Medienhaus der Lausitzer Rundschau steht der Segen nun wieder über der Tür, wie in jedem Jahr.

Sternsinger gehören zum immateriellen Kulturerbe

Das hat eine lange Geschichte. In ihren prächtigen Gewändern greifen die Sternsinger einen alten Brauch auf. Bereits im Mittelalter zogen junge Menschen in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige durch die Städte und verkündeten die Geburt Jesu.

Die Sternsinger bringen den Segen ins Medienhaus der Lausitzer Rundschau
© Foto: Bodo Baumert

Das Engagement der Sternsinger und ihrer rund 90 000 jugendlichen und erwachsenen Begleitenden genießt große Wertschätzung. Papst Franziskus hat die Sternsinger beim Neujahrsgottesdienst am 1. Januar gesegnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen ausgewählte Sternsingergruppen in der kommenden Woche in Berlin.

2004 wurden die Sternsinger in Münster mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnet. 2015 erfolgte die Aufnahme des „Sternsingens“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.