(wsw) Der A-Jugend-Nachwuchs des LHC Cottbus muss nach einem Jahr Zugehörigkeit zur  Handball-Bundesliga in der kommenden Saison wieder in der Oberliga Ostsee-Spree starten.

Die Mannschaft von Trainer Jacek Bedzikowski vergab am Pfingstwochenende bei einem bundesweiten Endrundenturnier  in München die letzten Qualifikationmöglichkeit für die höchste deutsche Spielklasse. Gegen den TSV Allach (ein Verein in München) verloren die jungen Handballer von der Lausitzer Sportschule mit 13:17. Auch gegen die SGSH Dragons (Verein der Stadt Halver in Nordrhein-Westfalen) waren die Lausitzer bei der 14:19-Pleite chancenlos.

„Wir sind natürlich alle enttäuscht, denn wir haben nicht unser Leistungsvermögen ausgeschöpft“, räumte Bedzikowski ein. In der Abwehr habe es an Kompaktheit gefehlt, im Angriff an der Effektivität. Offensichtlich habe es durch die vielen Niederlagen gegen renommierte Gegner (unter anderem gegen den späteren Meister Flensburg-Handwitt, Füchse Berlin, SC Magdeburg, THW Kiel) in der zurückliegenden Bundesliga-Saison (zwei Siege, ein Unentschieden, 19 Niederlagen) seinen Spieler auch an Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten gefehlt.

„Die Jungs waren beim Training oft viel besser als in den Spielen“, schätzte Jacek Bedzikowski ein. „Wir müssen das dann aber auch auf die Platte bringen“, forderte der ehemalige polnische Nationalspieler, der  seit 2018 Landes- und Stützpunkttrainer im Cottbuser Leistungszentrum ist und seinen Vertrag  dieser Tage um weitere zwei Jahre verlängerte.

Bei aller Enttäuschung  über  die verpasste Qualifikation zeigte sich Bedzikowski am Ende optimistisch. „Ab und zu muss man einen Schritt zurück in Kauf nehmen, um danach einen neuen Anlauf zu starten“, blickte der Trainer nach der Enttäuschung schon wieder nach vorn.