Von Wolfgang Swat

Der LHC Cottbus hat  nach zuletzt drei Siegen in Folge sein Auswärtsspiel beim HV GW Werder mit 21:24 verloren. Hauptgrund dafür war ein klassischer Fehlstart der Lausitzer Oberliga-Handballer. Bereits nach 18 Minuten war das Spiel am Samstag praktisch für Werder entschieden. Zu diesem Zeitpunkt lag der Hausherr bereits mit 9:1 in Führung.

„Die erste Halbzeit war unterirdisch, speziell in der Chancenverwertung“,  stellte Trainer Marcus Meier fest. Man habe eigentlich gar nicht so schlecht gespielt, doch reihenweise  sei man  am Torhüter von Werder gescheitert. „Die Verzweiflung war schon ein stückweit groß.“

Die Folge: Dem LHC gelangen in den ersten 30 Minuten lediglich sechs Tore, während  Werder die Konterchancen konsequent nutzte und 15 Würfe im Cottbuser Tor unterbrachte.  „Da kam aus unserer Sicht alles Schlechte zusammen. Ich musste dann schon mal etwas lauter werden“, räumte Meier ein.

Der Weckruf wurde von seinen Spieler erhört. Spielerisch wie kämpferisch warf der LHC  in der zweiten Halbzeit alles in die Waagschale.  Die Umstellung auf eine etwas kompaktere Abwehrvariante zahlte sich aus, und endlich „wurden die Dinger nicht mehr wie in der ersten Halbzeit reihenweise verknallt“, wie es der Trainer ausdrückte. Tor um Tor kämpften sich die Lausitzer heran, und nach  55 Minuten schien sogar noch ein aus Cottbuser Sicht positiver Ausgang möglich. Zu diesem Zeitpunkt war man bei Stand von 22:20 wieder auf Tuchfühlung. „Die Jungs haben in der zweiten Halbzeit super gekämpft“, anerkannte Meier. Dann seien aber ein paar Schiedsrichterentscheidungen gefallen, die  nicht nachvollziehbar  gewesen seien. „Das war schon sehr bitter“, gab Meier zu. Der Fehlstart war  dann am Ende nicht mehr zu korrigieren.

Am kommenden Samstag hat der LHC spielfrei. „Wir werden die Zeit für intensives Wurftraining nutzen“, kündigte Meier schon einmal an.

LHC: Adam, Menz (Tor);  Nietzel (5 Tore), R. Takev, A. Takev (je 4), Efa, F. Takev (je 3), Schulze, Volk (je 1), Hüneburg, Widera, Wieland, Reimann