Von Georg Zielonkowski

Mühelos mit 29:12 (17:7) haben sich die Handballerinen des LHC Cottbus in der Brandenburgliga gegen Kellerkind HSV Falkensee 04 durchgesetzt. Damit schlossen sie zum spielfreien Spitzenreiter Angermünde auf.

In keiner der Phase des einseitigen Spiels konnten die Gäste den schnellen Angriffen der Spitzenmannschaft Paroli bieten. Zudem wartete Andrea Kothe im LHC-Tor bei ihrem besten Saisonspiel mit einer Reihe von Paraden auf, sodass die Gegentrefferquote recht mager ausfiel. „Kann sein, dass es bei mir heute lief, aber eine große Aktie an den wenigen Gegentoren hat die Abwehr, die mir einige Arbeit abgenommen hat“, schränkte „Kotti“ ein.

Dennoch nahm Trainer Ramon Quarta nach dem Spiel die Gegentore ins Visier seiner Kritik. Für die zehn Schlussminuten hatte er seine ganz junge Garde aufs Feld geschickt, doch war er mit deren Deckungsverhalten nicht einverstanden. „Wir führen 29:9 und lassen dann während nur drei Spielminuten drei Tore zu. Da muss man auch mal ohne Gegentor bleiben. Da müssen auch die Jüngsten an ihrer kämpferischen Spielart arbeiten, wenn sie weiter vorankommen wollen“, monierte der Coach.

Ansonsten war er mit der Team-Leistung zufrieden, vor allem weil sich die Torerfolge beinahe auf die gesamte Mannschaft verteilten. So erzielte die 18-jährige Angelina Bähr ihr erstes Saisontor nach einer Kombination, das von ihren Mitspielerinnen frenetisch bejubelt wurde. „Im Konter hatte ich schon in Teltow getroffen, aber hier aus der Rückraum-Mitte-Position zu treffen, zählt für mich mehr. Mit ,Matzko‘ Matthèe habe ich ja auf der Position ein großes Vorbild, aber es wird noch dauern, deren Fußstapfen zu füllen“, schätzte die seit zwölf Jahren aktive Spielerin ein.

Was die Torquote angeht, schauen alle LHC-Frauen respektvoll auf ihre „Tormaschine“ Neira Voigt. Erneut traf sie zweistellig, wobei sie nicht einmal wie sonst üblich jeden Versuch erfolgreich abschloss.

LHC: Kothe – Straße (3 Tore), Radzko (1), Reimer (3), Teichert, Weber, Voigt (10), Schieritz, Kleiner (1), Zemke (2), Matthèe (5), Bähr (1), Schwanke (3), Lehmann