Eine gute Nachricht: Die Afrikanische Schweinepest hat Deutschland noch nicht erreicht. Die Fundorte infizierter Kadaver liegen noch zwölf Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, informiert Silvia Vogt von der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung in Cottbus und Spree-Neiße. Ende 2019 waren es allerdings noch 40 Kilometer.

Aktuell geplant ist, zum bereits vorhandenen Zaun im Grenzbereich einen zweiten zu ziehen. So soll ein schweinefreier Korridor geschaffen werden, erklärt Vogt. Die Jäger seien auch weiterhin dazu aufgerufen, Fall- oder Unfallwild Proben zu entnehmen. Entsprechendes Material werde ausgegeben, informiert die Veterinärin. Die Tupferproben werden anschließend im Labor untersucht. „Bislang waren alle Ergebnisse negativ“, stellt sie fest.

Eine gemeinsame Tierseuchenübung für Cottbus und den Landkreis Spree-Neiße ist Ende März vorgesehen. Dabei wird das Szenario für den Fund eines an Schweinepest verendeten Tieres durchgespielt. Der Kadaver muss beprobt sowie Entscheidungen über Absperrzonen und weiteren Untersuchungen getroffen werden, erklärt Vogt.

Bislang wurden bereits mehr als 120 Kilometer Zäune entlang der Oder und Neiße aufgestellt. Die Elektrozäune und Duftzäune sollen Wildschweine mit einem unangenehmen Geruch abhalten. Sie kosten insgesamt etwa 160 000 Euro und sind rund 90 Zentimeter hoch.

Die Schweinepest ist für Wild- und Hausschweine meist tödlich. Für den Menschen ist sie hingegen ungefährlich.