Gegen 18:30 Uhr Uhr wurden am Freitagabend Feuerwehr und Polizei in Cottbus alarmiert. Nach Angaben der Polizeidirektion Süd hatte eine Polizeistreife, die gerade in dem Moment in dem Bereich unterwegs, in der Sandower Straße unweit der Oberkirche einen Gasaustritt bemerkt. Im Bereich der Straßenbahngleise zwischen dem Oberkirchplatz und der Straße Am Spreeufer war demnach an einer unterirdisch verlegten Gasleitung ein Absperrventil defekt, aus dem Gas ausströmte. Die Straße wurde sofort gesperrt und eine Straßenbahn aus dem gefährdeten Bereich gefahren. Zwei Anwohner mussten nach Angaben der Stadtverwaltung Cottbus wegen des ausströmenden Gases, das durch Messgeräte bestätigt wurde, zeitweise ihr Haus verlassen. Eine nahegelegene Wohnstätte mit 24 Personen wurde auf eine eventuelle Evakuierung vorbereitet. Eine solche war dann doch nicht notwendig.

Gasleck kann von den Stadtwerken provisorisch repariert werden

Die Feuerwehr war mit 30 Einsatzkräften vor Ort, darunter 14 freiwillige Feuerwehrleuten. Neben der Berufsfeuerwehr waren die Ortsfeuerwehren aus Sandow und Schmellwitz im Einsatz. Der Havariedienst der Stadtwerke Cottbus nahm mit einem Bagger anschließend die Arbeit auf. Das Leck konnte dadurch provisorisch abgedichtet werden. Die Bauarbeiten werden allerdings noch den Samstag andauern. Die Sandower Straße zwischen dem Oberkirchplatz und der Spreebrücke bleibt deswegen vorerst gesperrt.
Das betrifft auch den Linienverkehr von Cottbusverkehr: Die Linie 2 der Straßenbahn zwischen Sandow und Jessener Straße fährt am Samstag komplett als Schienenersatzverkehr mit Bussen. Da die Busse über die Friedirch-Ebert-Straße - Zimmerstraße - Am Spreeufer umgeleitet werden müssen, entfallen nach Informationen von Cottbusverkehr die Haltestellen "Altmarkt" und "Sandower Brücke" in beiden Richtungen. Am Hauptbahnhof werden die Haltestellen der Nachtbuslinie 2N bedient.