Galeria Kaufhof Cottbus: Modekette Aachener soll das Cottbuser Warenhaus übernehmen

Für die Filiale von Galeria Kaufhof in Cottbus hat sich offenbar ein Retter gefunden.
Michael HelbigDie Modekette Aachener will offenbar den Standort von Galeria Kaufhof in Cottbus übernehmen. Nach Firmenangaben sind die Vorbereitungen für die Übernahme und Fortführung von zunächst vier bisherigen Galeria Kaufhof–Standorten getroffen. Es gehe um die Galeria–Häuser in Coburg, Cottbus, an der Frankfurter Zeil sowie in Nürnberg–Langwasser, teilt Geschäftsführer Friedrich Göbel mit.
Der Standort in Cottbus, der sich auch einer Schließungsliste von ursprünglich 52 von 129 Galeria–Filialen befand, könnte damit gerettet sein. Ursprünglich hätte die Filiale wohl bis spätestens zum 30. Juni 2023 geschlossen werden sollen.
Sein Unternehmen habe die Mietverträge für die vier Immobilien bereits unterschrieben, erklärte Göbel. Die Verträge würden rechtswirksam, sobald der bisherige Mieter gekündigt habe. Für eine Reihe weiterer Galeria–Standorte gebe es „weit fortgeschrittene Verhandlungen“ über Mietverträge, teilte Göbel weiter mit. Diese würden in weiteren Anmietungen münden.
Modekette will noch mehr Galeria–Standorte übernehmen
Insgesamt will die Modekette Aachener, nach eigenen Angaben, bis zum Februar 2024 zwischen zehn und 25 bisherige Standorte von Galeria übernehmen. Das Konzept hierfür will Göbel Anfang April bekannt geben. Alle bisherigen Galeria–Beschäftigten würden übernommen, wenn sie das wünschten, heißt es. In Cottbus könnten so die Arbeitsplätze von 80 Mitarbeitenden gerettet werden.
In der vergangenen Woche war bereits bekannt geworden, dass insgesamt fünf Filialen von Galeria Kaufhof sich nicht mehr auf der Liste der Schließungskandidaten befinden. So bleiben auch die Filialen in Leipzig, Bayreuth, Erlangen, Oldenburg und Rostock erhalten.

