Die Lausitzer Industriestandorte sollen im Strukturwandel des Kohleausstieges gesichert und weiterentwickelt werden. Künstliche Intelligenz ist dabei eine wegweisende branchenübergreifende Schlüsseltechnologie. Das betonen Prof. Ingo Schmidt vom Lehrstuhl Datenbank- und Informationssysteme und Prof. Matthias Wolff vom Lehrstuhl Kommunikationstechnik der Brandenburgischen-Technischen Universität (BTU) Cottbus – Senftenberg.

Die Uni hat die Projektidee entwickelt, ein Lausitzer Zentrum für Künstliche Intelligenz (LZKI) aufzubauen. Das soll alle regional bestehenden Aktivitäten und Kompetenzen auf dem Gebiet der kognitiven cyber-physischen Systeme, der Künstlichen Intelligenz sowie der kognitiven Datenanalyse bündeln. Die Forschung auf diesen Gebieten soll auf ein weltweit führendes Niveau gebracht und dort gehalten werden, die Ergebnisse unmittelbar für die industrielle Wertschöpfung in der Lausitz nutzbar gemacht werden.

28 BTU-Professuren arbeiten an Projektideen

Bei einer ersten Fachtagung sind vor dem Jahreswechsel 19 Projektideen ausgewählt worden, auf deren Grundlage weitergearbeitet werden kann. An der Umsetzung des neuen Zentrums arbeitet ein breites fachübergreifendes Konsortium aus derzeit insgesamt 28 BTU-Professuren aus den Bereichen Informatik, Kommunikationstechnik, Umweltwissenschaften, Ingenieurwesen und Energie sowie den Gesundheitswissenschaften. Darüber hinaus sind das Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) Frankfurt (Oder) sowie die beiden Fraunhofer-Institute für Keramische Technologien und Systeme der BTU beteiligt.

Das Lausitzer Zentrum für Künstliche Intelligenz ist im Rahmen der Eckpunkte zur Umsetzung der strukturpolitischen Empfehlungen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (Kohlekommission) als prioritär für das „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ eingestuft worden und wird auch vom Brandenburger Wissenschaftsministerium unterstützt.