Filmfestival Cottbus 2023
: Und eine Lubina geht an ... – das sind die Preisträger

Die Jurys haben entschieden. Das 33. Filmfestival Cottbus hat seine Lubinas verliehen. Hier sind alle Gewinner im Überblick.
Von
Michael Heider
Cottbus
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Am Sonnabend (11. November) fand die Preisverleihung der 33. Auflage des Filmfestival Cottbus im Club „Scandale“ statt – überreicht wurden die Lubinas.

Michael Helbig

Mehr als 30 Filme konkurrierten in drei Wettbewerben auf dem 33. Filmfestival Cottbus gegeneinander. Am Sonnabend (11. November) wurde die Entscheidungen der Jurys in den Bereichen Spielfilm, Kurzfilm und Jugendfilm bekannt gegeben – und die Preise verliehen. Wer sich bei der Verleihung im Scandale in Cottbus freuen durfte:

Hauptpreis für den besten Film (Wettbewerb Spielfilm)

„Nazavzhdy-Nazavzhdy“ / „Forever-Forever“, Regie: Anna Buryachkova

(dotiert mit 25.000 Euro, gestiftet von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechte)

Den Hauptpreis des Filmfestivals erhielt die ukrainische Regisseurin Anna Buryachkova für ihren Film „Nazavzhdy-Nazavzhdy“ („Forever-Forever“).

Michael Helbig

Spezialpreis für die beste Regie (Wettbewerb Spielfilm)

Rezo Gigineishvili für „Patient No. 1“

(dotiert mit 7500 Euro, gestiftet vom Rundfunk Berlin-Brandenburg)

Preis für eine herausragenden darstellerische Einzelleistung (Wettbewerb Spielfilm)

Eka Chavleishvili für „Blackbird, Blackbird, Blackberry“ / „Amsel im Brombeerstrauch“ (Regie: Elene Naveriani)

(dotiert mit 5000 Euro, gestiftet von der Sparkasse Spree-Neiße)

Hauptpreis (Wettbewerb Kurzfilm)

„It’s All Right“, Regie: Anton Zhuk

(dotiert mit 2500 Euro, gestiftet von Druckzone, Cottbus)

Spezialpreis (Wettbewerb Kurzfilm)

Nikola Stojanović für „Duhovi na mojim leđima„ / „The Ghosts You Draw on My Back“

(dotiert mit 1500 Euro, gestiftet von Tiede +)

Preis für besten Jugendfilm (Wettbewerb U18 Jugendfilm)

„Dyad“ / „Diada“, Regie: Yana Titova

(dotiert mit 5000 Euro, gestiftet von der Stadt Cottbus)

DIALOG – Preis für die Verständigung zwischen den Kulturen

„Vasil“, Regie: Avelina Prat

(dotiert mit 1500 Euro, gestiftet vom Rotary Club Cottbus)

Preis für den besten Debütfilm

„Hela“, Regie: Anna Kasperska

(dotiert mit 3000 Euro, gestiftet von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg sowie der Filmuniversität Babelsberg „“Konrad Wolf“)

„Cottbus ins Kino“ – Preis zur Förderung des Verleihs eines Festivalfilms

Eksystent Distribution für „Blackbird, Blackbird, Blackberry“ / „Amsel im Brombeerstrauch“, Regie: Elene Naveriani

(dotiert mit bis zu 10.000 Euro, gestiftet vom Medienboard Berlin-Brandenburg)

FIPRESCI-Preis

„Libertate“, Regie: Tudor Giurgiu

(Preis der internationalen Filmkritiker- und Filmjournalistenvereinigung)

Preis der Ökumenischen Jury

„Blackbird, Blackbird, Blackberry“ / „Amsel im Brombeerstrauch“, Regie: Elene Naveriani

(von SIGNIS und INTERFILM)

Publikumspreis

„Clara“, Regie: Sabin Dorohoi

(dotiert mit 3000 Euro, gestiftet von der Lausitzer Rundschau)

Preis der Stiftung für das sorbische Volk

„Hoblekaŕnje“ / „Ankleidezimmer, Regie: Frauke Rahr

(dotiert mit 1500 Euro, gestiftet von der Stiftung für das sorbische Volk)

Sorbischer Nachwuchspreis

„Pytaś a namakaś“ /„Vom Suchen und Finden, Regie: Luka Golinski und Mira Dubian

(dotiert mit 1000 Euro, gestiftet von der Stiftung für das sorbische Volk)

MIOB in Shorts Award

„Primal Therapy“, Regie: Santtu Salminen

(dotiert mit 1000 EUR, Nominierung des Filmfestival Cottbus)

So lief die Preisverleihung

Durch den Abend führte Moderator Knut Elstermann mit sympathischer Nonchalance. Unterstützt wurde er vom Randale Orchester, das mit glamouröser Protest-Musik unter anderem Interpretationen von Rio Reiser-Songs vortrug. „Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier“, zitierte auch Cottbus Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe Rio Reiser, die sich erneut über die Rolle der Stadt als Gastgeberin des Festivals freute. Programmdirektor Bernd Buder blickte nicht nur auf viele gute Filme in dieser 33. Ausgabe des Filmfestival Cottbus zurück, sondern auch auf bewegende Momente. Dazu gehörten Gespräche mit Filmemachern, die durch Krieg ihre Heimat verloren haben: „Dieser Austausch ist bedeutend“. Die für ihren Film „Nazavzhdy-Nazavzhdy“ ausgezeichnete Hauptpreisträgerin Anna Buryachkova, widmete ihren Preis allen Ländern, die sich fremder Besetzung ausgesetzt sehen.

Auch nach der Preisverleihung gibt es noch Filme zu sehen

Die Preisverleihung mag der Höhepunkt sein, doch das Filmfestival Cottbus ist noch nicht vorbei. Über 30 Programmpunkte sind am Sonntag (12. November) geboten. Darunter – noch vor der TV-Premiere – der neue „Polizeiruf 110: Cottbus Kopflos“ mit Ermittler Vincent Ross und seiner Cottbusser Kollegin Alexandra Luschk (Stadthalle, 20.15 Uhr). Auch „Vasil“ von Avelina Prat ist um 12.30 Uhr im Großen Saal des Weltspiegels zu sehen. Die spanische Filmemacherin und diesjährige Jurorin wurde mit dem Dialog-Preis überrascht.