Brand in Burg: Fehlalarm im Hotel – Marienkäfer halten Feuerwehr auf Trab
Die Feuerwehr ist am Sonntag (29. Oktober) zu einem Brandeinsatz in ein Hotel in Burg (Spreewald) im Landkreis Spree-Neiße ausgerückt. Laut Leitstelle Lausitz in Cottbus wurde dort eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Acht Löschfahrzeuge der Feuerwehr Amt Burg sind kurz vor 13 Uhr auf dem Weg zu dem Burger Hotel.
Amtsbrandmeister Marcus Weber ist bereits am Einsatzort und verschafft sich einen Überblick von der Lage. Kein Rauch, kein Feuer, kein angebranntes Mittagessen. Trotzdem muss vor Ort der Bereich des ausgelösten Brandmelders genau kontrolliert und keine Gefahr festgestellt werden. Fehlalarm.
Käfer hatten sich im Brandmelder eingenistet
Die Ursache für die Fehlalarmierung ist recht kurios. Laut Leitstelle Lausitz hatte sich eine fünfköpfige Marienkäfer-Familie im Brandmelder eingenistet. Das passiere immer mal wieder – auch mit anderen Insekten wie Spinnen oder Fliegen. Sie krabbeln durch die Schlitze der Brandmelder, unterbrechen das optische Signal und lösen somit den Alarm aus.
Durch die Eigenwärme des Geräts fühlen sich die Insekten angelockt und versuchen, ihre Eier oder ihre Brut in den Brandmelder abzulegen. All das kann bereits einen Alarm auslösen. Dem kann ein feinmaschiges Netz im Inneren des Geräts entgegenwirken, das die ungebetenen Gäste abhält.
Marienkäfer suchen sich gerade Überwinterungsplätze
Laut Naturschutzbund Deutschland begeben sich Marienkäfer gerade in wärmere Regionen Europas oder sie suchen sich hier Überwinterungsplätze. Der Marienkäfer mache es sich für den Winter am liebsten in Hohlräumen gemütlich wie in Mauerritzen, Rollladenkästen oder eben auch Brandmeldeanlagen. In ihren Quartieren bleiben die Käfer dann bis zum nächsten Frühjahr und verfallen in eine Kältestarre.
Der betroffene Brandschutzmelder in Burg wurde vom Netz genommen und anschließend die Anlage überprüft und zurückgestellt.




