Ein einschlägig polizeilich bekannter Cottbuser hat gegen 1.20 Uhr in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch die Polizei gerufen und angegeben, dass er von fünf Asylbewerbern geschlagen worden sei.

Als die Beamten kurze Zeit später am Berliner Platz eintrafen, stellten sie bei dem Anrufer einen Alkoholwert von 2,08 Promille fest.

Zeuge stellt Sachverhalt an Cottbus Stadthalle richtig

Wie die Polizei mitteilt, konnte ein anwesender Zeuge, der die Vorgänge in der Nähe der Stadthalle beobachtet hatte, später den Sachverhalt richtigstellen. Demnach hatte der Mann die fünf Asylbewerber laufend provoziert und verfolgt, wurde aber nicht von ihnen angegriffen.

Nun ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Notrufmissbrauchs und des Vortäuschens einer Straftat.

Cottbuser droht Strafe

Laut Strafgesetzbuch kann der Tatverdächtige für den Notrufmissbrauch mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe rechnen. Für das Vortäuschen einer Straftat kann er sogar mit einer Freiheitstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.