Essen in Cottbus: Das „Sebastians“ plant etwas Neues fürs Mittagessen

Salat kann buntes und sättigendes Essen sein, wie diese Schüssel im „Sebastians“ in Cottbus zeigt, die Mitarbeiter Florian Lehmann hält. Bald sollen neue Gerichte dazu kommen, mit einem ganz bestimmten Fokus.
Sandra Ketterer- Cottbuser Bistro „Sebastians“ plant neue mittags: protein- und ballaststoffreich, kalorienarm
- Bekannt für kreative Salattheke; „beste Salate der Stadt“ und viele Kombis
- Warme Optionen: z. B. Ofenkartoffel, gefülltes Hähnchen; beliebt: halb warm, halb Salat
- Fokus auf Gemüse/Hülsenfrüchte, vegan ohne Ersatzprodukte; Linsen-Crêpe in Arbeit
- Ab zweite Hälfte 2026: Kochkurse als Firmenevents und feste Termine in Vorbereitungsküche
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Diese Salattheke hat es in sich. Fein geschnittene Möhrenscheiben türmen sich in einer Schüssel. Mit Kurkuma gelb gefärbter Kohlrabi steht davor. Grüner Feldsalat und helle Sprossen stapeln sich daneben. Auberginenscheiben, Oliven, Bohnen, Tomaten und vieles mehr warten darauf, gemischt und gegessen zu werden.
Mit Kräutern gedünstet, roh mariniert, frittiert oder einfach pur – hier im „Sebastians“ in der Friedrich-Ebert-Straße ist keine Schüssel gleich. Im Hintergrund stehen Blattsalat und Couscous als Basis bereit, verschiedene Dressings ebenfalls.
Seit weit mehr als zehn Jahren ist das Bistro ein Treffpunkt für hungrige Menschen, die in ihrer Mittagspause weder Döner noch Burger essen, sich vielleicht sogar gesund ernähren wollen. Inhaber Sebastian Drogott verspricht selbstbewusst nicht weniger als „den besten Salat der Stadt“ und eine Million Kombinationsmöglichkeiten. Ob es tatsächlich so viele sind, kann natürlich nicht überprüft werden. Aber an Kreativität mangelt es ihm nicht.
Vegan in Cottbus essen? Hier nur konsequent
Neben dem Salat können Kundinnen und Kunden auch warme Gerichte wie eine Ofenkartoffel mit Fetacreme oder mit Kapern und Tomaten gefülltes Hähnchenfleisch bestellen. Am Beliebtesten: Ein Teller zur Hälfte gefüllt mit einem warmen Gericht, zur anderen mit einem selbst zusammengestellten Salat. Drogott arbeitet im Hintergrund an weiteren Speisen, mit einem ganz bestimmten Ziel: „proteinreich, ballaststoffreich, aber kalorienarm“ – das soll die neuen Angebote auszeichnen. Gerne auch komplett vegan.

Sebastian Drogott arbeitet an neuen Gerichten für sein Bistro. Seine Vorbereitungsküche hat er jüngst umgebaut, um darin Events veranstalten zu können.
Sandra Ketterer„Ich bin kein Freund von veganen Ersatzprodukten“, erzählt Drogott. In den industriell hergestellten Lebensmitteln sei ihm zu viel Chemie enthalten. Also experimentiere er mit Gemüse und Hülsenfrüchten. Linsengerichte sind darunter, zum Beispiel ein Crêpe, bei dem die Linsen in den Teig eingearbeitet sind, mit Gemüse obendrauf. „Ich will mich da auch kreativ entfalten.“
Beim Fleischeinkauf versuche er auf eine solide Zucht zu achten. „Ich gucke schon, dass die Tiere aus Freilandhaltung kommen“, sagt er. Das habe auch Vorteile bei der Zubereitung, die Fleischstruktur sei eine andere.
Aber, das klingt auch heraus, wirtschaftliche Vernunft schränkt die eigenen Wünsche hier und da ein. Regionale Ware? Oft schwierig. „Im Hochsommer verkaufen wir in der Woche 150 Kilo Salat.“ Mengen in dieser Größenordnung könnten viele Landwirte nicht zuverlässig liefern.

An der Salattheke im „Sebastians“ in Cottbus soll sich auch künftig nichts ändern. Ansonsten protestierten die Kundinnen und Kunden, sagt Chef Sebastian Drogott.
Sandra KettererEssen, das so sehr auf die Gesundheit abzielt, wird häufig ignoriert, das weiß auch Drogott. Aber er ist überzeugt von seinem Weg. „Vor 14 Jahren wurde ich mit meiner Salatbude belächelt“, erinnert er sich. „Das wird doch nichts“, habe es geheißen. Aber der Laden besteht, vor allem dank zahlreicher Stammgäste, wie der Gastronom erzählt. Dazu kommen Catering für bis zu 800 Personen, die Gourmettram, und Engagements, beispielsweise als Catering-Kontrolleur bei der „Formel E“ in London im vergangenen Jahr. „Stillstand ist für mich die absolute Katastrophe.“
Kochen in Cottbus: Kochkurse im Sebastians
Deswegen plant er für die zweite Hälfte des Jahres 2026 etwas Neues. Seine Vorbereitungsküche, die im Gebäude hinter dem Laden liegt, hat er umgebaut. Eine lange Reihe glänzender Edelstahltische zieht sich durch die Mitte. „Ich will hier Kochkurse als Firmenevents anbieten mit Themen nach Absprache“, sagt Drogott. Auch feste Termine, bei denen sich Privatpersonen anmelden können, habe er im Sinn.
„Das habe ich schon einmal angeboten, aber dann eingestellt, weil ich zu viele andere Projekte hatte.“ Inzwischen sei sein Team aber so gut aufgestellt, dass er nicht jeden Tag gezwungen sei, schon frühmorgens in der Küche zu stehen. Daher könne er dem alten Traum von den Kochkursen wieder nachgehen.
Sebastians, Friedrich-Ebert-Straße 46, 03044 Cottbus; geöffnet Montag bis Freitag von 11 bis 15 Uhr; die Gerichte kosten zwischen 7 und 10 Euro pro Portion

