Die Schlagzeilen rund um das Brandenburg-Duell in der Fußball-Regionalliga Nordost zwischen Energie Cottbus und dem SV Babelsberg sind am Sonntag überwiegend vom Sportlichen bestimmt worden. Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz gewann das Viertliga-Derby gegen die Potsdamer vor einer neuen Rekordkulisse mit 2:0. 5280 Zuschauer im Stadion der Freundschaft sorgten für eine tolle Atmosphäre und machten den Nachmittag zu einem kleinen Feiertag.
Auch die Cottbuser Polizei zog noch am Abend eine erfreuliche Bilanz, da es rund um das Stadion „keine größeren Störungen“ gegeben habe, wie Polizeichefin Bettina Groß auf Rundschau-Nachfrage bestätigte.

Cottbuser Zuschauer verletzt Fotografen aus Babelsberg mit Schlägen

Einen Zwischenfall musste die Polizei am Montag aber doch nachmelden, der sich unmittelbar nach dem Abpfiff im Stadioninneren ereignet hatte. Wie die Pressestelle der Cottbuser Polizeiinspektion mitteilt, soll ein 27-jähriger Mitarbeiter vom SV Babelsberg von einem Unbekannten angegriffen worden sein. Der Vereinsmitarbeiter hatte Fotoaufnahmen gemacht und war nach dem Spiel auf der Haupttribüne von einem Mann angesprochen worden, ob er aus Babelsberg komme, und danach mit mehreren Faustschlägen verletzt worden.
Mehrere Ordnungskräfte versuchten danach, den Unbekannten auf der Tribüne zu verfolgen, er konnte das Stadioninnere jedoch verlassen und wurde bisher noch nicht identifiziert. Inzwischen hat die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen übernommen.

Energie Cottbus hofft auf Aufklärung und droht mit Strafe

Auch Energie Cottbus ist der Vorfall bekannt. Der Club hofft auf die Aufklärung des Vorgangs. „Wir sind in Kenntnis und stehen im Austausch mit den Ermittlungsbehörden“, teilt FCE-Pressesprecher Stefan Scharfenberg-Hecht mit. „Wenn uns weitere Erkenntnisse und gegebenenfalls Ermittlungsergebnisse vorliegen, werden wir als Verein aktiv. Grundsätzlich verurteilen wir jedwede Form von Gewalt.“