Von Frank Hilbert

Die neuen Eigentümer wollten die derzeit gesperrte Beton-Start- und Landebahn wieder instandsetzen, eine Flugschule sowie einen Instandhaltungsbetrieb für Flugzeuge und Hubschrauber einrichten und auch die Gaststätte wieder in Betrieb nehmen. Was ist daraus inzwischen geworden? Das wollte die RUNDSCHAU vom Kopf des Konsortiums Dietmar Wilke aus Rehagen im Landkreis Teltow-Fläming wissen.

Dieser war für die RUNDSCHAU mehrfach nicht erreichbar, aber eine namentlich nicht genannt werden wollende Mitarbeiterin sagte: „Da ist bisher nichts passiert. Und es wird auch nichts passieren.“

„Die Käuferverträge sind seinerzeit übergeben worden, operativ bin ich nicht mehr tätig. Das Insolvenzverfahren ist jedoch noch nicht abgeschlossen, denn es gibt Schadenersatz-Ansprüche an die Flacks-Group“, sagt Insolvenzverwalter Udo Feser auf Nachfrage bezüglich des neuen Eigentümers und der zuvor in Insolvenz gegangenen luxemburgischen Flacks-Group.

Zum Käufer-Konsortium gehören fünf Firmen. Darunter eine Flugschule und auch eine Firma, die sich auf die Wartung von Flugzeugen spezialisiert hat. Nach RUNDSCHAU-Recherchen soll der Kaufpreis 830 000 Euro betragen haben.

Die neuen Eigentümer hätten als einziger der fünf Bewerber ein klares Konzept für die Zukunft des Flugplatzes vorgelegt, sagte seinerzeit der Insolvenzverwalter.

Dessen Umsetzung scheint nun in weite Ferne zu rücken. Doch warum hat das Konsortium dann den Flugplatz gekauft? Die erwähnte Mitarbeiterin dazu: „Warum gehen Sie denn einkaufen?“