Ein Jahr nach Baustart sind die Dimensionen der künftigen Fischtreppe, oder besser, Fischaufstiegsanlage, am Cottbuser Spreewehr deutlich erkennbar. Sie sieht gewaltig aus. Die Anlage wird mit ihrer Fertigstellung im kommenden Jahr einen Höhenunterschied von 2,80 Metern für Fische in der Spree in Cottbus passierbar machen. 27 Becken sind dafür geplant, jedes gleicht eine Höhendifferenz von zehn Zentimetern aus. Rund 150 Meter lang wird die Fischtreppe, jedes Becken ist 3,60 Meter breit und 4,80 Meter lang. Die Kosten belaufen sich auf 3,2 Millionen Euro, 70 Prozent davon zahlt die EU, 15 Prozent vom Bund. Bauherr ist der Wasser- und Bodenverband „Oberland Calau“.

Dessen Geschäftsführer Rainer Schloddarick zeigt sich optimistisch: „Wir liegen im Zeitplan“, sagt er auf Nachfrage. Bis auf die üblichen Probleme bei Tiefbauarbeiten, wie beispielsweise Rammhindernisse, gebe es keine Probleme bei den Bauarbeiten, die überwiegend von Firmen aus der Region realisiert werden.

Der Wasser- und Bodenverband „Oberland Calau“ ist für seine Mitglieder nach eigenen Angaben zuständig für 1323 Kilometer Gewässer II. Ordnung, davon rund 390 Kilometer verrohrt, 901 Stauanlagen (davon 106 Wehre), 2886 Durchlässe und 167 sonstige Anlagen.

Im Auftrag des Landesamtes für Umwelt betreut der Verband 420 Kilometer Gewässer I. Ordnung samt Schweißgräben, 188 Stau- und Wehranlagen, davon sind 35 mit Schleusen ausgestattet, sowie 108 Kilometer Hochwasserschutzdeiche.