Zweite Person im OSL-Kreis infiziert

Ein Mann aus dem Norden des Landkreises OSL wurde am Dienstag, 10. März, positiv auf das Coronavirus getestet, teilt die zuständige Kreisverwaltung mit. Das ist der zweite bestätigte Fall im OSL-Kreis.

Der 62-Jährige Lübbenauer und zehn enge, unmittelbare Kontaktpersonen befinden sich nunmehr in häuslicher Quarantäne.

Der Mann kehrte vor wenigen Tagen von einer Urlaubsreise aus Südtirol zurück. Eine Verbindung zur erkrankten Person aus Senftenberg besteht nicht. Damit gibt es in OSL aktuell zwei nachgewiesen Erkrankte.

Klinikum Niederlausitz richtet Außenstelle ein

Das Klinikum Niederlausitz testet Personen, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus besteht, fortan im ehemaligen Verwaltungsgebäude in der Calauer Straße 3 in Senftenberg auf das Virus.

Wer den Test aufgrund eines begründeten Verdachts auf Ansteckung mit dem Coronavirus durchführen lassen möchte, meldet sich dafür vorab telefonisch beim örtlichen Gesundheitsamt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz unter der Telefonnummer (03573) 870-4342. Bei starken Symptomen mit Atemnot wird um vorherige telefonische Anmeldung in der Notaufnahme des Klinikums Niederlausitz unter der 03573 75-3799 gebeten. Die Betroffenen werden im Auto in Empfang genommen.

30 Tests am ersten Tag in Forst

Bereits am ersten Tag ist die neu eingerichtete Coronavirus-Screening-Stelle an der Lausitz Klinik Forst stark in Anspruch genommen worden. „Wir haben von 30 Patienten Proben genommen, die Ergebnisse stehen aber bislang noch aus“, sagt Klinik-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt.

Veranstaltungen in Hoyerswerda abgesagt

Während in Hoyerswerda die großen Veranstalter Lausitzhalle und Kulturfabrik bislang daran festhalten, ihre Termine durchzuziehen, gibt es jetzt die ersten Absagen für das kommende Wochenende. Die Jugendkonferenz „Mission 2038“ und das Frauenfrühstück, beide für den 14. März geplant, fallen aus. Der Modellbauclub Hoyerswerda geht weiterhin davon aus, seine 19. Modellbauausstellung (21. und 22. März) auszurichten.

Drei erste bestätigte Corona-Fälle in Cottbus

In Cottbus sind die ersten drei Fälle einer Infektion mit dem SarsCoV-2-Virus festgestellt worden. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Bei den Betroffenen handele es sich um eine 60-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 29 und 25 Jahren.

Sie waren am Dienstag in dem neu eingerichteten Testzelt am Carl-Thiem-Klinikum untersucht worden. Alle drei betroffenen Personen waren bereits unter häusliche Quarantäne gestellt. Zwei der Betroffenen zeigen leichte Symptome. Das Gesundheitsamt hält ständigen Kontakt zu den Betroffenen.

Die beiden Männer hatten auf einer gemeinsamen Reise nach Südtirol Kontakt zu einem Erkrankten aus Forst. Weitere Kontaktpersonen werden nun überprüft. Die Frau hat sich nach eigenen Angaben vermutlich bei einem Restaurantbesuch im österreichischen Ischgl angesteckt.

Mann aus Weißwasser mit Corona infiziert

Der Landkreis Görlitz verzeichnet einen weiteren bestätigten Corona-Fall. Das Testergebnis eines Mannes aus dem Raum Weißwasser wurde am 10. März als positiv gemeldet, informiert das Landratsamt in Görlitz.

Derzeit laufen die Ermittlungen zu weiteren Kontaktpersonen. Über weitergehende Maßnahmen und Festlegungen will das Landratsamt am heutigen Mittwoch informieren.

Die Zahl der derzeit dem Gesundheitsamt gemeldeten begründeten Verdachtsfälle im Landkreis Görlitz liegt bei 18 (Stand: 10. März 2020, 17 Uhr).

Coronavirus in Brandenburg auf dem Vormarsch

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Brandenburg hat zugenommen, die Unternehmen in der Region sind verunsichert. Das Wirtschaftsministerium prüft ergänzend zu einer Unterstützung des Bundes Landeshilfen.

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Brandenburg auf 16 gestiegen. Zuletzt war ein Paar aus dem Kreis Märkisch-Oderland, das in Italien Urlaub machte, positiv getestet worden, wie das Ministerium für Gesundheit am Dienstagabend mitteilte.

Gesundheitsministerium kündigt Maßnahmen an

Brandenburgs Gesundheitsministerium kündigte an, am Mittwoch landeseinheitliche Regelungen im Umgang mit dem Coronavirus zu treffen. Dabei soll es um Rückkehrer aus Risikogebieten gehen und den Umgang mit Großveranstaltungen. Genauere Details dazu wurden am Dienstagabend nicht bekannt.

Unter den Fällen nachgewiesener Infektionen waren drei Männer aus dem Kreis Elbe-Elster. Im Kreis Spree-Neiße sei zudem ein Mann erkrankt, der aus dem unmittelbaren Umfeld eines Infizierten stammt, dessen Fall nach einer Italien-Reise am Sonntag bekannt wurde.

Dazu kommt der Fall einer Frau, die mit einer infizierten Ärztin im Klinikum in Frankfurt (Oder) Kontakt hatte - hierfür steht aber noch eine Bestätigung aus. Zuvor waren vier Männer und zwei Frauen in Brandenburg als infiziert gemeldet.

Landeshilfen gegen Entlassungen und Firmenpleiten

Das Wirtschaftsministerium hält für den Fall einer anhaltenden Krise wegen des neuartigen Coronavirus mögliche Landeshilfen für die Wirtschaft als Ergänzung zum Bund für denkbar. „Wir prüfen, ob wir bestehende eigene Programme und Instrumentarien gezielt darauf ausrichten können, die Bundeshilfen zu flankieren“, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Dienstag nach einem Treffen im Bundeswirtschaftsministerium. Die Bundesregierung will mit Kurzarbeitergeld und Geldspritzen für Unternehmen Entlassungen und Firmenpleiten verhindern.

Elbe-Elster verschiebt Sportlerehrung wegen Corona

Am 6. April sollte die diesjährige Sportlehrehrung des Kreissportbundes Elbe-Elster in der Gaststätte Alt-Nauendorf in Finsterwalde stattfinden. Darauf haben sich über 150 Sportlerinnen und Sportler und ihre Gäste gefreut. Mit Spannung wird dabei insbesondere die Bekanntgabe der „Sportlerinnen und Sportler 2019 im Elbe-Elster Kreis“ erwartet. Die Spannung hierauf bleibt in diesem Jahr noch ein wenig länger erhalten. Auf seiner Vorstandssitzung am Dienstag hat der Vorstand des KSB EE beschlossen, die Veranstaltung zu verschieben. Nachgeholt werden soll diese voraussichtlich im Juni.

„Auch wenn keine akute Gefährdung durch den Corona Virus zur Zeit besteht, möchten wir dennoch kein Risiko eingehen. Darüber hinaus glauben wir, dass aufgrund der aktuellen Lage eine unbeschwerte und ausgelassene Feierstimmung nur schwer aufkommen würde. Wir hoffen auf das Verständnis aller Beteiligten“, sagt der KSB-Vorsitzende Detlev Leissner.

Weitere Infos zum neuen Coronavirus in der Region gibt es hier.