Von Marion Hirche

(jul) Doris Andrecki hat in den zurückliegenden Tagen viele Hände geschüttelt. Sehr viele Menschen aus Drebkau und Kolkwitz kamen zu ihrer Verabschiedung. Auch der Kolkwitzer Bürgermeister Karsten Schreiber bedankte sich  bei der 63-Jährigen, die den DRK-Seniorenklub und Papitz geleitet hat. Er lobte dabei ihr weit über das normale Arbeitsmaß hinausgehende Engagement.

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich Doris Andrecki  in Drebkau verabschiedet. „Du bist ein Phänomen“, diesen Titel von Helene Fischer wählten Freunde der Drebkauerin aus, um die DRK-Seniorenclubleiterin bei der Abschiedsfeier zu überraschen.  Als Manuela Löwa sang, kullerten bei der nun in Ruhestand gehenden Andrecki die Tränen. Zuvor hatte sie Blumen und Erinnerungsstücke nicht nur von ihren Senioren erhalten, mit denen sie nach Wien und Karpasz tourte,  Geburtstage feierte und tanzte. Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger und der Dezernent für Soziales, Gesundheit, Jugend, Bildung und Kultur, Michael Koch,  der Drebkauer Bürgermeister Paul Köhne, Stadtverordnetenvorsitzender Dr. Michael Haidan, DRK-Kreisgeschäftsführer René Schultchen, Pfarrer Wolfgang Selchow, Vertreter von Betrieben und Kulturgruppen – sie alle nutzten die Gelegenheit, um danke zu sagen. „Wenn sie nicht wäre, gäbe es den Klub nicht“, erklärten die Senioren Werner Lehmann und  Helga Lukas.

„Es ist schwer einen Nachfolger für  sie zu finden. Es gibt zwar Bewerber, aber die Erwartungen sind hoch“,  sagte  René Schultchen. Doris Andrecki engagierte sich zudem als Drebkauer Stadtverordnete, im Drebkauer Ortsbeirat, leistete über 30 Jahre Seniorenarbeit.  Vom Klub der Volkssolidarität ging ihr Weg nach dem Wunsch von  Kurt Ullrich und Walter Wilk zum DRK-Seniorenklub. Dank ihres Engagements, ihres Ideenreichtums, aber auch ihrer Beharrlichkeit fand sie immer wieder Wege für die Finanzierung dieser Seniorenarbeit. Sie hat den schon zur Tradition gewordenen sozialen Trödelmarkt in Drebkau initiiert.

An ihrem letzten Drebkauer Arbeitstag gab es  Kuchen und Torte, Sekt und Bowle. Das zweite Lied, das gesungen wurde, war als Ausblick für die kommenden Jahre gedacht: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“. Da sich aber die drei Enkel schon darauf freuen, dass Oma endlich mehr Zeit für sie hat, und sich die Sportler und die Mitglieder der Handarbeitsgruppe freuen, dass ihre Doris weitermacht,  wartet auf sie wohl eher ein Unruhestand.