Der erste Schwung des Orkantiefs Sabine ist über Norddeutschland und die Lausitz gezogen. Die Schäden halten sich bislang aber in Grenzen. In der Leitstelle Lausitz wird von einer relativ ruhigen Nacht berichtet und „keiner Ausnahmelage“. Seit Sonntag hat es bis früh um 5 Uhr insgesamt 35 witterungsbedingte Einsätze gegeben, zehn liefen am frühen Montagmorgen noch. Größere Probleme und Verletzte gab es dabei nicht, das meiste waren abgeknickte kleinere Äste oder Bäume. Die Leitstelle hatte im Vorfeld weitere Notrufannahmeplätze aufgebaut, um das erwartet höhere Anrufaufkommen abfangen zu können. Die wurden bislang noch nicht benötigt. Doch für Montagmittag ist der Durchzug eines Sturmausläufers mit erneut schweren Sturmböen angekündigt. Deswegen wird die Leitstelle nach eigenen Angaben die zusätzlichen Plätze weiter vorhalten und im Bedarfsfall besetzen.

Wenige Probleme auf den Schienen und Straßen

Auf den Straßen und Schienen beginnt die Woche mit einigen Problemen. Bei der Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg) auf den Strecken des RB64 zwischen Hoyerswerda und Görlitz und RB 65 zwischen Cottbus und Hagenwerda kann es am Morgen wegen des Unwetters noch zu Zugausfällen kommen. Verspätung gab es auch beim RE2 zwischen Berlin und Cottbus, da dürfen die Züge wegen des Wetters nur mit verringerter Geschwindigkeit fahren. Auf der B101 Bad Liebenwerda - Meißen zwischen Kreuzung Wainsdorf und Kreuzung Großenhain musste die Straße am frühen morgen gesperrt werden wegen der Gefahr durch Hindernisse auf der Fahrbahn.

Der Sturm soll Montagmorgen vorübergehend abnehmen, im Laufe des Vormittags aber erneut auflebend. Dabei starke bis stürmische Böen zwischen 60 und 75 km/h (Bft. 7 bis 8), in Schauernähe einzelne Sturm- bis schwere Sturmböen 85 bis 100 km/h (Bft. 9 bis 10) aus westlichen Richtungen. Abends und in der ersten Nachthälfte zum Dienstag vorübergehend Windabnahme, nach Mitternacht erneut Windzunahme, dabei Böen zwischen 65 und 85 km/h (Bft. 8 bis 9) aus westlichen Richtungen. In der Nacht zum Dienstag bei kräftigeren Schnee- und Graupelschauern vorübergehend auch Gefahr durch Glätte und Matsch.