Der Dienstagmorgen startet relativ entspannt in der Lausitz und im Elbe-Elster-Land. Die Leitstelle berichtet von einer ruhigen Nacht ohne größere Einsätze. Auch auf den Schienen gibt es bislang keine Probleme. Nur auf der A15 sollten die Autofahrer vorsichtig sein: Hinter dem Dreieck Spreewald in Fahrtrichtung Cottbus gibt es laut ADAC zwischen der Anschlussstelle Boblitz und dem Rastplatz Leipe Gefahr durch eine Ölspur.

Ministerium informiert über Corona-Virus

Ein großes Thema wird in den kommenden Tagen und Wochen auch das Corona-Virus bleiben. Nachdem am Montag erste Infektionsfälle aus Brandenburg und Sachsen gemeldet wurden, haben sich auch in Berlin die Fallzahlen erhöht. Brandenburgs Gesundheitsministerium will am Dienstag über die aktuelle Lage informieren. Zuvor war erstmals ein Mensch positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden. Nach Ministeriumsangaben handelt es sich um einen 51-jährigen Mann im Landkreis Oberhavel, der kürzlich von einer Reise aus Südtirol zurückgekehrt ist. Er sei inzwischen „häuslich isoliert“ und in einem stabilen Zustand, sagte der Sprecher des Ministeriums, Tobias Arbinger.

An den vergangenen Tagen habe der Mann unter hohem Fieber gelitten. Mit grippalen Symptomen sei er schließlich in der Rettungsstelle der Oberhavel-Kliniken erschienen. Dem Sprecher zufolge war der Kranke bis zum 29. Februar im Urlaub in Südtirol. „Nun kommt es darauf an, die Infektionskette so schnell wie möglich zu unterbrechen“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Das Gesundheitsamt Oberhavel werde versuchen, jeden ausfindig zu machen, mit denen der Corona-Patient jüngst Kontakt hatte.

Schule bleibt in Berlin wegen Corona geschlossen

Derweil wurden in Berlin am Montagabend nach dem ersten bekannt gewordenen Fall eines 22-Jährigen noch zwei weitere Infektionen gemeldet. Es handle sich um einen Mann in Marzahn-Hellersdorf und eine Frau in Mitte, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montagabend mit. Sie sollen nach bisherigen Erkenntnissen nicht mit dem Fall des erkrankten 22-Jährigen in Verbindung stehen. Der junge Patient wird weiter auf einer Isolierstation im Virchow-Klinikum der Charité behandelt.

Die Lehrkraft aus Marzahn-Hellersdorf habe sich offenbar auf einer Italien-Reise infiziert. Der Mann war mit zwei Gruppen aus 74 Schülern sowie 6 Lehrkräften auf Skifahrt in Südtirol und entwickelte nach der Rückkehr Krankheitssymptome. Er wird nun im Vivantes-Klinikum Kaulsdorf isoliert und behandelt. Als Vorsichtsmaßnahme bleibt die Emanuel-Lasker-Oberschule in Friedrichshain, an der der Patient unterrichtet, bis auf weiteres geschlossen. Schüler und Lehrer sollen zu Hause bleiben, bis die Testergebnisse der Kontaktpersonen vorliegen.