Wer am frühen Montagmorgen in der Lausitz und dem Elbe-Elster-Land mit dem Auto unterwegs war, konnte auf vielen Straßen noch die Auswirkungen des Sturmtiefs sehen. Yulia hatte jede Menge kleine Äste und andere Dinge auf die Fahrbahnen geweht.

89 Sturmeinsätze in Lausitz und Elbe-Elster

Dass auf den Straßen der Verkehr dennoch reibungslos rollen konnte, dafür hatten die Feuerwehren in der Region gesorgt. Laut Leitstelle Lausitz gab es am Sonntag zwischen 19 und 21 Uhr 89 Sturmeinsätze.

Vor allem umgefallene Bäume seien die Auslöser gewesen. Diese hätten nicht nur von den Fahrbahnen beräumt werden müssen. Auch Wohnhäuser oder auf Parkplätzen abgestellte Autos seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Menschen seien zum Glück dabei nicht verletzt worden.

Wie die Feuerwehr in Lübbenau informiert, hatten die Sturmböen die Leuchtreklame „Kolosseum“ teilweise beschädigt. Da die Gefahr bestand, dass weitere Teile davon herabstürzen, wurde die Reklame entfernt. Dabei kam eine Drehleiter zum Einsatz.

Mann fährt gegen Baum bei Plessa

Bei Plessa im Elbe-Elster-Kreis war laut Polizei ein Autofahrer in Richtung Hirschfeld unterwegs. Dort war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt, der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Er musste ambulant behandelt werden.

Zwischen Spremberg und Graustein stießen zwei Pkw gegen auf der Fahrbahn liegende Bäume. Verletzt wurde niemand. An den weiter fahrtüchtigen Autos entstanden Schäden von mehreren hundert Euro. Die Feuerwehr beräumte die Bäume.

Viele Schäden in Cottbus

Die Feuerwehr der Stadt Cottbus beseitigte am Montagvormittag weiterhin mehrere Schäden aus dem stürmischen Abend, informiert die Stadtverwaltung.

Nach Mitternacht musste die Wehr zu insgesamt 13 witterungsbedingten Einsätzen ausrücken. So haben umstürzende Bäume und herabfallende Äste und Dachziegel im gesamten Stadtgebiet Häuser und Autos beschädigt sowie kurzzeitig Fahrbahnen blockiert.

So stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus in Kahren, zwischen Dissenchen und Merzdorf verursachten umstürzende Bäume einen Unfall mit einem Pkw, in Sandow wurden vier parkende Autos von Bäumen getroffen, in Sielow riss der Sturm eine Stromleitung ab. Weitere Einsätze gab es in Madlow undSchmellwitz.

Im Einsatz waren neben 18 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr die

Freiwilligen Wehren aus Ströbitz, Schmellwitz, Merzdorf, Kahren, Sielow und Döbbrick mit insgesamt 32 Kräften.