Cottbuser Ostsee: Ostern am See – dafür lohnt der Ausflug mit der ganzen Familie

Osterfeiertage und Frühling am Cottbuser Ostsee: Darum lohnt sich der Ausflug.
Luise Mösle- Cottbuser Ostsee ist zu Ostern ein beliebtes Ausflugsziel für Familien.
- Imbiss Ostseeblick bietet Programm inklusive Osterhase mit Überraschungen für Kinder.
- Gedenkstätten erinnern an Orte, die dem Tagebau weichen mussten.
- Sportmöglichkeiten wie Inlineskaten, Radfahren und Klettern am See.
- Schlichower Höhe bietet Boccia, Fitnessgeräte und einen Lehrpfad für Kinder.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Cottbuser Ostsee ist, auch wenn noch lange nicht fertig saniert und nutzbar, längst ein beliebtes Ausflugsziel. Am und um den See ist auch an den Osterfeiertagen einiges los.
Nach einem gut besuchten Saisonstart hat Gerd Richter, Betreiber des Imbiss Ostseeblick am Einlaufbauwerk in Lakoma, ein Programm zusammengestellt. Schon am Karfreitag wird an der blauen Imbissbude der Laden hochgeklappt, um hungrige und durstige Ausflügler zu versorgen.
Am Ostersonntag ist eine besondere Überraschung für Kinder geplant. „Bei uns wird am Sonntagnachmittag der Osterhase zu Besuch sein“, erzählt Richter. „Er verteilt Osternester mit kleinen Überraschungen an die Kinder.“

Der Imbiss am Einlaufbauwerk Lakoma am Cottbuser Ostsee hat auch zu Ostern geöffnet. Darauf können sich Besucher freuen.
Rocco SchmidtAuch für das leibliche Wohl der Erwachsenen wird gesorgt sein. „Insgesamt habe ich für Ostern 45 Fässer Bier bestellt“, erzählt Imbissinhaber.
Besuch der verschwundenen Orte am Cottbuser Ostsee
So gern der Cottbuser Ostsee bereits als Naherholungsgebiet genutzt wird – er füllt auch eine tiefe Wunde, die der Tagebau Cottbus-Nord in der Landschaft hinterlassen hat. Orte am neuen See erinnern daran, dass an dieser Stelle auch Menschen ihr Zuhause an und viele Kämpfe gegen den Tagebau verloren haben.
Angefangen am Einlaufbauwerk, wo 2006 die Ortschaft Lakoma endgültig abgebrochen wurde, geht es weiter zum Merzdorfer Aussichtsturm. Wenig erinnert hier daran, dass Mitte der 80er-Jahre auch 16 Bewohner des Cottbuser Ortsteils Merzdorf für den Tagebau umziehen mussten.

Gedenkort für Klein Lieskow am Cottbuser Ostsee. Der Ort wurde 1986 und 1987 für den Tagebau Cottbus-Nord abgebaggert.
Luise MösleEin Stück weiter um den See, nach Schlichow, führt ein Wegweiser über einen Sandweg hin zur Gedenkstätte Klein Lieskow. Der Ort wurde 1986 und 1987 für den Tagebau abgebaggert. Eine Infotafel, das ehemalige Ortsschild und eine kleine Hütte erinnern heute an die Geschichte und laden zum Ausruhen ein.
Am östlichen Ufer des Sees befindet sich die Gedenkstätte des Ortes Tranitz. Ein kleines Biotop mit Teich erinnert an den Ort, der 1981 dem Tagebau weichen musste. Besonderes Highlight ist ein Ordner mit gesammelten Zeitungsartikeln und sonstigem Archivmaterial zu Tranitz, der einem Schaukasten entnommen werden kann.
Im Nordosten des Sees unweit der Bärenbrücker Höhe befindet sich der Gedenkort für den ehemaligen Ort Groß Lieskow.

Ein kleines Biotop mit Teich erinnert im Osten des Cottbuser Ostsees an den Ort Tranitz, der 1981 dem Tagebau Cottbus-Nord weichen musste.
Luise MösleDer gesamte Weg um den Cottbuser Ostsee ist 24 Kilometer lang. Im Osten des Sees ist der richtige Pfad teils schwer zu finden oder ganz unterbrochen. Ein Teil des Weges muss dort entweder durch das Gelände oder über die B97 zurückgelegt werden.
An Ostern zum Sport an den Cottbuser Ostsee
Auch Sportbegeisterte zieht es an den Cottbuser See. Das westliche Ufer des Sees ist größtenteils asphaltiert und eignet sich somit gut zum Inlineskaten, Spazieren oder für eine gemütliche Fahrradtour.
Auch ganz um den See kommt man mit dem Fahrrad, allerdings ist die Tour durchaus eine sportliche Herausforderung. Aber Gravel-Biker und sportliche Radfahrer können hier durchaus auf ihre Kosten kommen. Aber besser nicht ohne voll geladenes Handy und nur mit ausreichend Zeit und Proviant losfahren.

Der Kletterfelsen auf der Schlichower Höhe bietet einen guten Ausblick auf den Cottbuser Ostsee, und lädt zu einem kleinen Sportprogramm für die ganze Familie ein.
Michael HelbigAuch die Schlichower Höhe im Südwesten des Sees ist ein gutes Ausflugsziel mit möglichem Sportprogramm. Ein kleiner Boulderfels lädt zum Klettern ein. Außerdem gibt es eine Boccia-Anlage. Die Kugeln müssen entweder selbst mitgebracht werden oder können beim Stadtsportbund ausgeliehen werden, erklärt Rocco Schmidt vom Hafenbüro Cottbus.
Außerdem gibt es einige Fitnessgeräte, einen Spielplatz mit Klettergerüst und eine Sportbox, bei der mit einer App verschiedene Sportgeräten für bis zu zehn Personen ausgeliehen werden können.
Zusätzlich zum Sportprogramm bietet die Schlichower Höhe außerdem einen schönen Ausblick über den Cottbuser Ostsee. Kinder können auf einem Lehrpfad etwas über die Flora und Fauna am Rand des Tagebausees lernen und mit etwas Glück jetzt sogar Eidechsen beobachten.
