Cottbuser Ostsee
: Erneute Rutschung am Schlichower Damm – Sanierung des Ufers verzögert sich

Im Uferbereich des Schlichower Damms am Cottbuser Ostsee ist es erneut zu einer Rutschung gekommen. Eigentlich sollte im Sommer dort mit der Sanierung des Ufers begonnen werden.
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ts
Cottbus
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Im Uferbereich des Schlichower Damms am Cottbuser Ostsee ist es erneut zu einer Rutschung gekommen.

Michael Helbig

Die vielen Uferabbrüche am künftigen Cottbuser Ostsee müssen aufwendig repariert werden. So sollte im Sommer 2023 mit der Sanierung im Bereich des Schlichower Damms begonnen werden. Das muss nun verschoben werden.

Grund ist eine neue Mitte Mai aufgetretene Rutschung rund 400 Meter nordwestlich des bereits im Jahr 2022 durch Rutschungen geprägten Uferbereichs seeseitig des Schlichower Damms. Das teilt das Bergbauunternehmen Leag mit.

Die Rutschung mit einer Breite von 40 Meter und einer Rückgriffweite von 20 Metern in das Uferprofil liegt im vorsorglich für den Flutungszeitraum gesperrten Uferbereich, der mit einem Zaun abgesperrt und Schildern gekennzeichnet ist. „Leag hat umgehend Maßnahmen zur Abklärung der Rutschungsursache unter Beteiligung von Sachverständigen eingeleitet“, so Pressesprecherin Kathi Gerstner.

Leag will Lärmschutzdamm Schlichow vollständig zurückbauen

Gemeinsam mit dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) sei eine weiterhin zügige Wiederherstellung der von Abbrüchen betroffenen Uferbereiche des Cottbuser Ostsees bei Schlichow angestrebt. Zur Wiederherstellung einer geordneten Uferlinie werde die Leag den im Zuge des Tagebaubetriebes errichteten Lärmschutzdamm Schlichow vollständig zurückbauen.

Leag-Sprecherin Kathi Gerster weist nochmals ausdrücklich darauf hin, die Sperrungen ernst zu nehmen und die Uferbereiche oder den See nicht zu betreten beziehungsweise zu nutzen.