: Seuchen und Isolation gab’s schon früher in Cottbus
In der Cottbuser Vergangenheit hat es schon viele Seuchen wie die Pest, Cholera oder Fleckfieber gegeben. Epidemiebaracken wurden errichtet, Jahrmärkte abgesagt. Aber gab es auch schon Ähnliches wie den Lockdown?
Die Pest - hier die typischen Schnabelmasken - hat auch Cottbus im Mittelalter oft heimgesucht und Tausende Opfer gefordert.
Foto: Viktor Fedorenko/shutterstock.com
Patienten, die an der Spanischen Grippe erkrankt sind, liegen in Betten eines Notfallkrankenhauses im Camp Funston der Militärbasis Fort Riley in Kansas (USA) (Aufnahme von 1918). Die Spanische Grippe entwickelte sich in drei Wellen bis 1920 zur schlimmsten Grippe-Pandemie der Geschichte. In Deutschland starben etwa 300 000 Menschen daran, weltweit 25 bis 40 Millionen.
National Museum of Health and Medicine/dpa
Eine Grippestation am US-Army-Camp Hospital in Aix-les-Bains Frankreich während der Spanischen-Grippe-Epidemie von 1918-19. Auch in Cottbus herrschten 1918 Typhus- und Grippeepidemien, weshalb auf dem Gelände des Krankenhauses zwei Isolierbaracken errichtet wurden.
Everett Collection/shutterstock.com
Masken gab es auch damals schon: Medizinische Männer trugen im November 1918 Masken, um sich vor der Spanischen Grippe im Krankenhaus der US-Armee (Fort Porter, New York) zu schützen.
Foto: Everett Collection/shutterstock.com
In der Cholera-Epidemie in Frankreich (1884) desinfizieren die Mitarbeiter des Gesundheitswesens das Gepäck an einer Quarantänestation für Reisende auf See (von einer Skizze von E. Clair-Guyot, für L'Illustration). Auch nach Cottbus kam1891 die Cholera.