Der Leitende Oberstaatsanwalt von Cottbus, Bernhard Brocher, geht in den Ruhestand. Dies teilte das brandenburgische Justizministerium mit. Justizministerin Susanne Hoffmann (CDU) und Brandenburgs Generalstaatsanwalt Andreas Behm verabschiedeten Brocher demnach im Haus der Staatsanwaltschaft Potsdam am Dienstag, 18. August.
„Mit Herrn Brocher verliert die brandenburgische Justiz einen herausragenden Behördenleiter und ich einen langjährigen beruflichen Weggefährten, was ich auch persönlich sehr bedauere“, sagte Justizministerin Hoffmann laut Mitteilung. Hoffmann hatte vor ihrer Ernennung zur Justizministerin selbst als Generalstaatsanwältin gearbeitet.
In Cottbus leitete Bernhard Brocher die Staatsanwaltschaft seit Februar 2010. Der Jurist hatte in Berlin an der Freien Universität studiert und arbeitete danach zunächst ab 1987 als Staatsanwalt am Kammergericht Berlin.

Cottbus: Nachfolge für Bernhard Brocher noch unklar

Nach Stationen bei der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Berlin sowie beim Kammergericht befasste sich Brocher nach Angaben des Justizministeriums in den 1990er-Jahren mit der Aufarbeitung des DDR-Unrechts. 2001 übernahm Brocher die Leitung der Sonderermittlungsgruppe zur Aufklärung des Berliner Bankenskandals und hatte danach bei der Staatsanwaltschaft Berlin unter anderem weiter mit Fällen von Wirtschaftskriminalität zu tun.
Wer auf Brocher als Leitender Oberstaatsanwalt in Cottbus folgt, steht nach Angaben des brandenburgischen Justizministeriums noch nicht fest.
Mehr Nachrichten aus Cottbus und Umgebung lesen Sie hier auf LR Online.