(pk) Eine ordentliche Spülung bekommen in den nächsten Nächten die Trinkwasserleitungen der LWG Lausitzer Wasser GmbH. Wie der Wasserversorger informiert, beginnen die Arbeiten Ostermontag und sollen sich bis zum 1. Mai hinziehen. Das Unternehmen ist demnach in Ströbitz und im Norden von Sandow aktiv. Die Spülungen finden immer nur während Nachtschichten statt, versichert das Unternehmen. Trotzdem gilt es für betroffene Kunden während der Spülungen Kleinigkeiten zu beachten. Denn es kann zu kurzzeitigen Versorgungsunterbrechungen und Druckschwankungen kommen, wie Marten Eger erklärt. Er ist bei der LWG Technischer Geschäftsführer. „Außerdem sind während der Arbeiten und auch danach Trübungen des Trinkwassers möglich“, fügt er an. Diese Eisen- und Manganverbindungen seien gesundheitlich unbedenklich. Das Unternehmen rät deshalb dazu, dass sich Bewohner gegebenenfalls einen kleinen Wasservorrat anlegen und während der nächtlichen Arbeiten möglichst auf Wasserentnahmen verzichten. Aus diesem Grund sollten in der Zeit auch keine Wasch- und Spülmaschinen laufen.

Der Technische Leiter Jonas Krause erklärt, warum sich dieser Aufwand für die LWG lohnt. Denn mit den großangelegten Spülungen beugt das Unternehmen kleineren unvorhergesehenen Einsätzen vor. „Über das Jahr gesehen lohnt sich der höhere Aufwand“, versichert er. Die Spülungen hätten sich bewährt. Seit fünf Jahren werden sie demnach durchgeführt. Auch im kommenden Jahr ist wieder eine geplant.

Dabei werden im Wesentlichen Partikel, die sich in den metallenen Leitungen absetzen, rausgespült. „Die Leitungen bestehen aus Gußeisen und Stahl. Dort lagern sich Eisen- und Manganverbindungen ab, die im Trinkwasser enthalten sind. Dazu kommt noch, dass sich Rost bildet“, erklärt Jonas Krause. Da die Cottbuser Rohrleitungen einst für eine deutlich größere Stadt ausgelegt waren, ist die Fließgeschwindigkeit in den Kanälen relativ gering. Das fördert die Ablagerungen. Kommt es dann plötzlich zu einer erhöhten Wasserabnahme – etwa in den frühen Abendstunden im Sommer – dann werden die Partikel unkontrolliert losgelöst. Sie verstopfen im Zweifelsfall die Filter der Hausanschlüsse, dann fällt der Druck ab und das Wasser kann sich braun verfärben.

Im Jahr 2017 hat die LWG solch eine flächendeckende Spülung in der Innenstadt und der Spremberger Vorstadt durchgeführt. „Danach hatten wir aus dem Bereich gar keine Beschwerden mehr“, so Jonas Krause. Diese Ergebnis wünscht sich der Wasserversorger auch für Ströbitz und Sandow.

Die LWG spült vom 22. April bis 1. Mai die Leitungen in der nördlichen Innenstadt, Ströbitz und im nördlichen Sandow jeweils von 21.30 bis 5 Uhr.
Betroffen ist das Areal vom Campus bis zur Spree und von der Puschkinpromenade bis zum Nordring.
In Sandow ist der nördliche Bereich in der Spree-Schleife bis zum Stadtring betroffen.
Eine genaue Karte des Einsatzgebietes für die Spülungen findet sich im Internet unter www.lausitzer-wasser.de.