Im Sana-Herzzentrum Cottbus werden jährlich mehr als 4500 schwerkranke Patienten versorgt. Die Pflegekräfte der kardiologischen und herzchirurgischen Stationen erhalten ab April eine Bereichszulage in Höhe von 160 Euro. Das bestätigt Geschäftsführer Sadık Taştan.

Intensivbetten im Sana-Herzzentrum für Corona-Patienten

Den Pflegekräften stehen noch schwerere Zeiten bevor. Die Klinik, die aufgrund der medizinischen Spezialisierung auch über viele Intensivbetten verfügt, ist nun praktisch auch für Corona-Patienten bereit. Die „Stationen entsprechen in vielerlei Hinsicht, sowohl in Bezug auf die personellen Anforderungen als auch der technische Ausstattung eher denen einer Intensivüberwachungspflege (IMC), als einer Normalstation“, erläutert Pflegedirektorin Manuela Lehmann.

Die zu behandelnden Patienten seien erkrankte Menschen, die in einem Krankenhaus der Regel- und Maximalversorgung auch auf einer IMC-Station behandelt würden. „Und eben aus diesem Grund haben sich die mehr als 60 Pflegekräfte, die in diesen Bereichen tätig sind diese Zulage mehr als verdient“, sagt sie. Sie sei als Anerkennung für bereits Geleistetes und auch in der Voraussicht auf die herausfordernden aktuellen Entwicklungen zu verstehen. Den Pflegekräften werde noch mehr Engagement abverlangt. Es ist dem Cottbuser Herzzentrum besonders wichtig, bereits jetzt ein Zeichen zu setzen, betont Taştan.

Die Höhe der Zulage entspricht, gerechnet auf eine Vollzeitkraft bei einer 38,5-Stunden-Arbeitswoche, 160 Euro monatlich.

In das betriebliche Gesundheitsmanagement hat das Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 300 000 Euro investiert. „Wir sind sicher, dass wir uns als Arbeitgeber um unsere Mitarbeiter kümmern müssen und nur zufriedene und glückliche Mitarbeiter Höchstleistungen in der Patientenversorgung erbringen können“, sagt der Geschäftsführer.

Im Sana-Herzzentrum gilt ein einheitlicher Tarifvertrag in Ost und West

Vielen Arbeitnehmern gehe es nicht nur darum, fair bezahlt zu werden. Sie wollten auch mehr Freizeit haben. Deshalb hat Sana die 40/40-Kampagne ins Leben gerufen. Das heißt: Mitarbeiter aus den Pflege- und Funktionsdiensten in Vollzeit, die ihre tariflich festgelegte 38,5-Stunden-Woche auf eine 40 Stunden-Woche erhöhen, erarbeiten sich zehn Tage mehr Freizeit und kommen insgesamt auf garantiert 40 freie Tage, bei einem Urlaubsanspruch von 30 Tagen pro Jahr.

„Dank des neuen Tarifvertrages gibt es bei uns keine Unterschiede zwischen Ost und West. Sana-Mitarbeiter in der Lausitz arbeiten und verdienen genauso viel wie ihre Kollegen in den westlichen Bundesländern“, nennt Sadık Taştan einen weiteren Pluspunkt des Konzerns. Denn nur ein attraktiver Arbeitgeber könne Fachkräfte gewinnen und sichern.

Das Sana-Herzzentrum Cottbus


Im Sana-Herzzentrum Cottbus sind seit der ersten Operation am 7. Juni 1995 mehr als 35 000 Operationen am offenen Herzen realisiert worden. Damit gehört das Haus zu den leistungsstärksten Herzzentren in den ostdeutschen Bundesländern. Bei der Anwendung der kathetergestützten Aortenklappenimplantation (TAVI) über die Leistenvene zählt die Cottbuser Spezialklinik sogar zur Weltspitze.