Die Leag muss knapp 300 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Darüber hat das Energieunternehmen am Freitag informiert. Nicht von Kurzarbeit betroffen sind die unmittelbare Kohle- und Stromerzeugung in den Tagebauen und Kraftwerken.

Kurzarbeitergeld aber soll es für Mitarbeiter beispielsweise des Leag-Veredlungsbetriebes in Schwarze Pumpe geben, der unter anderem die allseits bekannten Rekord-Briketts produziert. Der Brikettabsatz stockt, weil in einigen Bundesländern Baumarktketten geschlossen sind. Betroffen ist auch die Produktion von Braunkohlenstaub für industrielle Prozesse, weil die Stahl- und Kalkindustrie in ganz Europa ihre Produktion inzwischen weitgehend zurückgefahren hat.

Viele Leag-Bereiche von Kurzarbeit betroffen

Von der Kurzarbeiterregelungen betroffen sind ebenso Mitarbeiter der Leag-Logistiktocher TSS. Und kurzarbeiten müssen auch die Mitarbeiter des Leag-eigenen Konferenzcenters Spreewald in Lübbenau, das wegen der Coronakrise seine Tagungs- und Seminarangebote sowie den Hotelbetrieb bis auf Weiteres einstellen musste. Außerdem seien Mitarbeiter der Ausbildung betroffen von der Kurzarbeitsregelung betroffen.

Die Auszubildenden selbst aber werden über E-Learning-Module geschult und arbeiten an ihren Praxis-Arbeitsplätzen.

Kurzarbeitergeld wird aufgestockt

„Wir halten eine vorübergehende Kurzarbeit in den betroffenen Bereichen für das jetzt angezeigte und geeignete Mittel“, sagt Jörg Waniek, der Leag-Personalvorstand. Zum einen könnten dadurch die Arbeitsplätze im Unternehmen erhalten werden. Und zum anderen seien die betroffenen Mitarbeiter gut abgesichert. „Wir haben mit der der Gewerkschaft IG BCE einen Tarifvertrag mit einer Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 85 Prozent des Nettolohns vereinbart“, sagt Waniek.

Auch die der Logistiker TSS wird das Kurzarbeitergeld für betroffene Mitarbeiter aufstocken. Geschäftsführer Dr. Charles-Andre Uhlig: „Wegen der aktuell nicht ganz einfachen Lage für jeden Einzelnen haben wir uns entschlossen, unsere Mitarbeiter mit einer freiwilligen Zusatzzahlung zum Kurzarbeitergeld zu unterstützen.“