Das Carl-Thiem-Klinikum (CTK) hat alle planbaren und aufschiebbaren Eingriffe abgesagt. Darüber informiert Geschäftsführer Götz Brodermann. Aktuell gebe es noch 680 Patienten im Krankenhaus. Doch in den nächsten Tagen sollen möglichst viele von ihnen entlassen werden, sofern das aus medizinischer Sicht vertretbar ist. Das Krankenhaus will eigenen Angaben zufolge jetzt vor allem Mitarbeiter aus den nicht-intensiven Bereichen auf ihren Einsatz im Corona-Krisenfall vorbereiten.

Zwölf bis 14 Millionen Euro verliert das CTK pro Monat

Gleichzeitig betont der Geschäftsführer, dass dieses Vorgehen gravierende Auswirkungen auf die Finanzlage des Krankenhauses habe. 60 bis 70 Prozent des Umsatzes werden seinen Angaben zufolge gerade mit planbaren Eingriffen erzielt, die nun wegfallen. Bei einem Jahresumsatz von 240 Millionen Euro, den das Carl-Thiem-Klinikum erzielt, liegt der Ausfall bei zwölf bis 14 Millionen Euro pro Monat.

Der CTK-Chef rechnet nicht damit, dass die Corona-Krise in den nächsten vier Wochen überstanden sein wird. Er geht vielmehr von mehreren Monaten aus und fordert kurz- sowie mittelfristige Hilfe vonseiten der Regierung. „Alle Krankenhäuser brauchen Schutzausrüstung und Atemschutz“, betont er.