Nach dem Start der Corona-Impfungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern beginnen in Brandenburg am 5. Januar die ersten Corona-Impfzentren ihre Arbeit. Los geht es in Cottbus und Potsdam. Schon ab dem 4. Januar sind dafür telefonische Terminvereinbarung möglich. Sie erfolgen für die Zentren ausschließlich über die 116 117. Organisiert wird die Hotline, die bis zu 150 Mitarbeiter haben soll und pro Woche mindestens 40.000 Anrufe bearbeiten kann von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg. Für zwei Impftermine anmelden können sich dort in der ersten Phase aber nur Menschen, die 80 Jahre und älter sind. Der Nachweis erfolgt dabei über den Personalausweis und das Geburtsdatum. Außerdem telefonisch in den Zentren anmelden können sich Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste und weiterer spezieller Berufsgruppen (siehe Infokasten unten). Sie müssen eine Arbeitgeberbescheinigung vorlegen, die auf der Internet-Seite brandenburg-impft.de zu finden ist.

Corona-Impfstoff ist noch knapp

„Entscheidendes Kriterium für die Zahl der möglichen Impfungen wird die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen sein“, sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnenmacher (Grüne) am Mittwoch vor der Presse. Kurz davor hatte Nonnemacher bestätigt, dass auch Brandenburg – wie alle anderen Bundesländer – in der ersten Januarwoche die dafür zugesagten Impfdosen nicht erhalten wird. Erst für den 11. Januar sei dem Land wieder eine Lieferung von 19.500 Dosen avisiert. Trotzdem sollen die Impfzentren in Cottbus und Potsdam in der kommenden Woche öffnen. In Brandenburg seien bisher insgesamt 39.000 Impfdosen angeliefert worden. Am späten Mittwochnachmittag hat das Bundesgesundheitsministerium mitgteilt, dass bereits am 8. Januar eine nächste Lieferung mit Corona-Impfstoff die Länder erreichen soll.

Elf Corona-Impfzentren für Brandenburg geplant

Im ganzen Land sollen in den kommenden Wochen elf Impfzentren eingerichtet werden. Nicht alle beginnen aber gleich mit den Impfungen. Los geht es am Dienstag, 5. Januar in Potsdam in der Metropolis-Halle und in der Cottbuser Messe am Stadtring, wo die Zentren bereits startklar sind. Jedes der Zentren soll zunächst mit sechs Impfteams besetzt werden. Jedes Team besteht dabei aus einem Arzt oder Ärztin sowie zwei medizinischen Fachangestellten. Jedes Team soll pro Stunde zehn Personen impfen.
In der zweiten Stufe sollen bis Anfang Februar neun weiteren Impfzentren mit den Immunisierungen beginnen (Termine siehe Infokasten):
  • Barnim (Eberswalde, Sportzentrum Westend)
  • Brandenburg an der Havel (An der Regattastrecke)
  • Landkreis Dahme-Spreewald (Altflughafen Schönefeld, Terminal M)
  • Elbe-Elster-Kreis (Elsterwerda, Mehrzweckhalle)
  • Frankfurt (Oder) (Messegelände)
  • Landkreis Oberhavel (voraussichtlich Oranienburg, genauer Standort noch in Abstimmung)
  • Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Kyritz, Sport- und Kulturzentrum)
  • Landkreis Teltow-Fläming (Luckenwalde, Fläminghalle)
  • Uckermark (Prenzlau, genauer Standort noch in Abstimmung).
In Frankfurt (Oder) ist die Eröffnung des dortigen Impfzentrums am 18. Januar vorgesehen und in Eberswalde am 25. Januar.

Online-Termine für mobile Impfteams

Neben den Impfzentren gibt es in Brandenburg daran angeschlossene mobile Impfteams, die beispielsweise die Bewohner in Alten- und Pflegeeinrichtungen impfen. Die Teams werden vom Deutschen Roten Kreuz organisiert. Aktuell gibt es je drei mobile Impfteams in Potsdam und Cottbus. In einer zweiten Stufe werden die mobilen Impfteams auch stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung aufsuchen, vor allem die Einrichtungen, deren Bewohnerinnen und Bewohner nicht selbst die Impfzentren aufsuchen können. Das DRK in Brandenburg hat für die Pflegeeinrichtungen ein Internet-Tool eingerichtet, das am 1. Januar freigeschaltet werden soll. Dort können die Einrichtungen Termine für mobile Impfteams online vereinbaren.

Wann und wie werden alle anderen geimpft?

Die breite Bevölkerung aber soll nach den derzeitigen Plänen in Brandenburg in den kommenden Monaten aber nicht in Impfzentren, sondern vor allem in den Hausarztpraxen geimpft werden. Voraussetzung dafür aber ist nach Aussagen von Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnenmacher (Grüne), dass dann ausreichend Impfstoffe in Einzeldosen mit niedrigeren Anforderungen an die Kühlung zur Verfügung stehen.

Impfzentren in Sachsen starten später

Auch im Freistaat Sachsen hatten die Impfungen nach den Weihnachtsfeiertagen zuerst in Altenpflegeeinrichtungen begonnen. Diese Impfungen und auch Corona-Impfungen in den Sächsischen Krankenhäuser würden auch über den Jahreswechsel kontinuierlich weitergeführt, heißt es aus dem Sozialministerium in Dresden. Dort sind auch am Donnerstag vier mobile Impfteams in Dresden, Chemnitz, Leipzig sowie dem Landkreis Meißen in Pflegeheimen im Einsatz.
Von der kommenden Woche an sollten dann möglichst alle 13 mobilen Impfteams in Sachsen täglich aktiv werden. Das allerdings hänge von der Zahl der verfügbaren Impfdosen ab. Bis Mittwochmittag waren nach Angaben aus dem Sozialministerium 68.250 Impfdosen in Sachsen eingetroffen.
Die 13 Impfzentren in Sachsen sollen frühestens am 11. Januar schrittweise eröffnet werden. Das hänge vor allem mit der Verfügbarkeit der Impfstoffe ab. Allein zum Immunisieren von Bewohnern und Pflegekräften in Seniorenheimen sowie dem medizinischen Personal in den Kliniken werden nach Angaben des DRK in Sachsen 290.000 Impfdosen benötigt. Wann wie viel Nachschub im kommenden Monat kommen werde, sei unklar. Der Freistaat hat je ein zentrales Impfzentrum in jedem Landkreis und in den drei kreisfreien Großstädten eingerichtet. In der Lausitz sind das eine Sporthalle auf dem Flugplatz Kamenz für den Landkreis Bautzen und die Messehalle in Löbau für den Landkreis Görlitz. Außerdem ist derzeit in jedem Landkreis ein mobiles Impf-Team eingesetzt.
Allein zum Immunisieren von Bewohnern und Pflegekräften in Seniorenheimen sowie dem medizinischen Personal in den Kliniken würden etwa 290.000 Impfdosen benötigt. Bis Jahresende werden in Sachsen aber voraussichtlich erst 68.000 eingetroffen sein. Wann wie viel Nachschub im kommenden Monat kommen werde, sei unklar. Kranich geht davon aus, dass die Impfzentren in Sachsen erst ab Mitte Januar Termine an Angehörige von Risikogruppen außerhalb von Heimen und Krankenhäusern vergeben werden.
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Youtube Deutschland krempelt die Ärmel hoch

Diese Personen bekommen jetzt einen Impftermin

►Personen im Alter von 80 Jahren und älter

►Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie das dortige

►Personal Personal in der ambulanten Altenpflege

►Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko zum Beispiel bei Rettungsdiensten, in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-Patientinnen und –Patienten, als Leistungserbringer in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sowie in den Corona-Impfzentren

►Personal, das in medizinischen Einrichtungen regelmäßigen Personen behandelt, betreut oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin

Zeitplan für die Eröffnung der Impfzentren in Brandenburg

Die Impfzentren in Brandenburg sollen nach Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung schrittweise eröffnet werden. Das ist der aktuelle Zeitplan: ●Cottbus 05. Januar

●Potsdam 05.Januar

●Schönefeld 11.Januar

●Elsterwerda 18.Januar

●Frankfurt/Oder 18.Januar

●Oranienburg 18.Januar

●Eberswalde 25.Januar

●Brandenburg 25.Januar

●Prenzlau 25.Januar

●Kyritz 01.Februar

●Luckenwalde 01.Februar