In Südbrandenburg sind offenbar gefälschte Impfstempel im Umlauf. In mehreren Apotheken seien Impfausweise mit einem gefälschten Stempel aufgetaucht, teilte die Stadt Cottbus mit. Die Anfragen zu diesem Stempel würden zunehmen, hieß es. In Brandenburg sind nach Angaben des Polizeipräsidiums in diesem Jahr bereits 277 gefälschte Impfausweise festgestellt worden.
Nach den Angaben aus Cottbus handelt sich um einen Stempel mit dem Aufdruck „Johanniter Unfallhilfe Impfzentrum BER Terminal 5P56“. Einen solchen Stempel habe es dort nie gegeben, so die Johanniter. Vor dem Erwerb eines Dokumentes mit einem solchen Stempel werde gewarnt. Das Personal in der überregionalen Impfstelle sei entsprechend informiert und sensibilisiert, so Stadtsprecher Jan Gloßmann.

Die aktuellen Corona-Zahlen aus Cottbus

Cottbus ist seit geraumer Zeit die Kommune mit den höchsten Corona-Inzidenzen in Brandenburg. Die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Covid-19-Infektionen in der Stadt ist seit Beginn der Pandemie am Donnerstag, 30.12., auf kumuliert 13.989 gestiegen. Das sind 134 Neuinfektionen mehr als am Vortag.
Die 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner – liegt bei 686.
253 Personen sind seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus verstorben.
Derzeit werden im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum 50 Patienten, die an Corona erkrankt sind, stationär behandelt, davon elf auf der Intensivstation. Das Durchschnitts-Alter der ITS-Patienten beträgt 54,3 Jahre. Von diesen 50 Patienten sind 41 nicht geimpft, darunter neun der elf ITS-Patienten.
Im Cottbuser Sana-Herzzentrum werden zehn Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, stationär behandelt, davon fünf auf der Intensivstation.