Bus und Bahn in Cottbus: Warum Fahrgäste jetzt öfter ihr Ticket zeigen sollen

In Cottbus und Spree-Neiße werden Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs nach ihren gültigen Fahrscheinen gefragt. Der Verkehrsbetrieb will von den Kunden aber noch mehr wissen.
Michael Helbig- Ab dem 25. Januar werden Fahrgäste in Cottbus und Spree-Neiße häufiger nach gültigen Fahrscheinen gefragt.
- Ziel ist eine freiwillige Fahrgastbefragung zur Nutzung des ÖPNV, keine verschärfte Kontrolle.
- Befragung hilft bei der gerechten Verteilung der Fahrgeldeinnahmen zwischen Verkehrsunternehmen.
- Erhebung findet alle drei Jahre statt, dieses Jahr erstmals mit Daten zum Deutschland-Ticket.
- Schüler geben Haltestellen an, Studenten ihre Hochschule oder Postleitzahl.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ab dem 25. Januar müssen Nutzer von Straßenbahn und Bus auf den Linien von Cottbusverkehr und Spree-Neiße-Cottbusverkehr sowie deren Nachauftragnehmern öfter damit rechnen, dass sie nach ihren Fahrausweisen gefragt werden. Dabei geht es aber nicht um eine Ticket-Kontrolle, um Schwarzfahrer zu erwischen.
Die Fahrgäste würden in den kommenden Wochen nämlich anonym zu ihrer aktuellen Fahrstrecke befragt, sagt der Cottbusverkehr-Geschäftsführer Ralf Thalmann. Die Teilnahme an einer aktuellen Fahrgastbefragung sei freiwillig. Bei der Befragung würden die Mitfahrenden gebeten, den gültigen Fahrschein vorzuzeigen, damit die Tarifstufe, das Verkehrsunternehmen und der Preis abgelesen werden könnten. Jede Befragung dauere maximal zwei Minuten. Personenbezogenen Daten würden dabei nicht erfasst, versichert Ralf Thalmann.
Mithilfe der Fahrgäste in Cottbus und Spree-Neiße ist wichtig
Um die Mithilfe der Fahrgäste bitten sowohl Cottbusverkehr als auch der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Denn die ermittelten Daten sollen Auskunft über die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs in den Regionen des Landes Brandenburg geben. Außerdem dienten die Ergebnisse der gerechten Verteilung der Fahrgeldeinnahmen zwischen den Verkehrsunternehmen im VBB, begründet Ralf Thalmann.
Und weiter: „Durch den Ticketerwerb bezahlen die Fahrgäste derzeit nur etwas mehr als ein Fünftel der anfallenden Gesamtkosten für die Nutzung des ÖPNV. Der Rest wird durch öffentliche Zuschüsse finanziert.“
Die Erhebung der Fahrgastdaten findet in der Regel alle drei Jahre statt. Zuletzt wurde sie nach Angaben des Cottbuser Verkehrsunternehmens 2022 vor der Einführung des Deutschland-Tickets durchgeführt.
Befragung in Cottbus liefert Daten zum Deutschland-Ticket
Die diesjährige Erhebung biete damit auch erstmals Daten zu diesem bundesweit gültigen Ticket. Bei Deutschland- und Deutschlandsemestertickets werde die Postleitzahl des Wohnorts oder die besuchte Hochschule mit abgefragt.
Im Schülerverkehr erfolge die Befragung ebenfalls anonym. Die Kinder sollten lediglich die Haltestellen nennen können, an denen sie ein- und aussteigen, weist Cottbusverkehr hin.
