Brand in Cottbus: Großübung im Branitzer Park – Feuerwehr schützt Kulturschätze

Wenn im Schloss Branitz plötzlich Rauch aufsteigt – wie schnell ist die Feuerwehr zur Stelle, um Menschenleben und Kulturerbe zu schützen? Am 27. September soll das in einer Großübung herausgefunden werden.
Frank Hammerschmidt/dpa, Michael Helbig, Montage: Sebastian Lehmann- Großübung im Branitzer Park testet Feuerwehr-Einsatz bei Brand im Schloss Branitz am 27. September 2025.
- Rund 70 Einsatzkräfte üben Brandbekämpfung, Menschenrettung und Schutz von Kulturgut.
- Szenarien: Vegetationsbrand, Ausbreitung aufs Schloss, Rettung von Verletzten und Kulturobjekten.
- Kunstwerke bei der Übung sind Nachbildungen; Schloss und Park bleiben für Besucher offen.
- Ziel: Schwachstellen erkennen, Abläufe verbessern, Kulturschätze der Pückler-Stiftung sichern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was passiert, wenn im Branitzer Park oder im Schloss Branitz ein Feuer ausbricht? Wie schnell und effektiv können Feuerwehr und die Pückler-Stiftung gemeinsam handeln, um Menschen zu retten und das wertvolle Kulturerbe optimal zu schützen? Das sind, die Fragen, die im Mittelpunkt einer besonderen Großübung stehen sollen. Die Übung findet am Sonnabend (27. September 2025) in Branitz statt.
Rund 70 Einsatzkräfte, überwiegend ehrenamtliche Feuerwehrleute aus verschiedenen Löschbezirken der Region sowie die Berufsfeuerwehr und Auszubildende, sollen von 9 bis etwa 12 Uhr im Park, im Schloss und in den Parkgebäuden unterschiedliche realistische Einsatzszenarien trainieren. Dabei geht es um Brandbekämpfung, die Rettung von Menschen und den Schutz der historischen Gebäude und Kunstgegenstände.
Architekt Matthias Rindt, Fachbereichsleiter Gebäude- und Baudenkmalpflege bei der Stiftung, betont die Bedeutung der Übung: „Wir sind dankbar, dass die Feuerwehr Cottbus auf uns zugekommen ist. Solche Großübungen helfen uns, mögliche Schwachstellen zu erkennen, die wir im Alltag oft nicht sehen.“ Die Feuerwehr Cottbus pflegt bereits enge Kontakte zur Stiftung, insbesondere in Fragen der Brandverhütung und vorbeugenden Maßnahmen.
Feuerwehr Cottbus will Abläufe trainieren
Oberbrandmeister Florian Tzscheuschner, verantwortlich für die Übung, erklärt, dass die Einsatzkräfte bei diesem Einsatz vor allem praktische Abläufe trainieren: „Wir wollen vor Ort üben, wie man am besten zu den Einsatzstellen kommt, wie man sich taktisch ausbreitet und vor allem, wie der Schutz der Kunstgegenstände im Schloss gewährleistet wird.“
Die Übung umfasst drei Szenarien: Im Außenbereich soll ein Vegetationsbrand entstehen, ausgelöst durch einen technischen Defekt an einer Baumaschine, bei dem auch verletzte Personen gerettet werden müssen. Der Brand soll sich auf Teile des Schlosses ausbreiten, wo weitere Einsatzschwerpunkte entstehen. Zudem werden vermisste Mitarbeiter gesucht und versorgt.
Schloss Branitz: Feuerwehr soll Kunst retten
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Schutz des Kulturguts. „Wir wollen mal sehen, wie die Kameradinnen und Kameraden mit der Aufgabe umgehen, Kunstwerke zu sichern. Wie zielstrebig finden sie die Objekte, die geborgen werden sollen?“, sagt Matthias Rindt. Er betont jedoch, dass es sich bei den Kunstwerken am Tag der Übung selbstverständlich nicht um die Originale handeln wird.
Trotz der Übung bleiben der Branitzer Park und das Schloss für Besucher geöffnet. „Der Park und das Schloss sind zugänglich, es wird nur kleinere Absperrungen geben, die Hinweise vor Ort sind zu beachten“, so Rindt. Die Einsatzleitung bittet alle Besucher, die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.
Stiftungszweck der Fürst-Pückler-Stiftung in Branitz
■ Zweck der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz ist die Erhaltung, Pflege, Erforschung, Erschließung und Präsentation des Gesamtkunstwerkes aus Garten- und Landschaftsgestaltung, Architektur, Raumausstattung und der Museumssammlungen des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau in Branitz sicherzustellen.
■ Park und Schloss Branitz sind demnach als Orte kulturellen Lebens und der Künste in der Tradition des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau, der Künste im 19. Jahrhundert und der Rezeption zu nutzen und zu entwickeln.

