Am Montag, 23. Januar 2023, hat sich abends ein Brand in einer Sozialunterkunft in der Gerhart-Hauptmann-Straße in Cottbus (Stadtteil Schmellwitz) ereignet.
Die Einsatzkräfte sind gegen 20.45 Uhr zum Ort des Geschehens alarmiert worden. Laut Leitstelle Lausitz war dort ein Feuer in einem Bett ausgebrochen. Die Flammen griffen daraufhin auf die Wohnung über. Ein 39-jähriger Wachschutz-Mitarbeiter wurde beim Versuch, das Feuer zu löschen, verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung wurde er ins Krankenhaus gebracht. Die Hausbewohner blieben unverletzt.
Der Brand war aus bislang ungeklärter Ursache in einer der Wohnungen im zweiten Obergeschoss des einzeln stehenden Gebäudes ausgebrochen. Beim Eintreffen der Wehren hatten einige Personen das Haus bereits verlassen und sammelten sich vor dem Gebäude.

Brand in Cottbus: Ausbreitung des Feuers konnte schnell verhindert werden

Der Flur im zweiten Obergeschoss wies eine leichte Verqualmung auf. Die baulich hergestellten Rauchabschnitte funktionierten einwandfrei. Somit kam es lediglich zur Verrauchung des Flures, der Treppenraum blieb rauchfrei. Die weitere Ausbreitung des Brandes wurde durch den schnellen Einsatz der ersten Einsatzkräfte verhindert.
Dank der eingebauten Hausalarmierungsanlage wurde der Brand durch den Wachschutz zeitig bemerkt. Der Einsatz dauerte nach Leitstellen-Angaben circa eineinhalb Stunden. Die Bewohner der angrenzenden Wohnungen konnten nach Abschluss der Arbeiten wieder in ihre Unterkünfte zurückkehren.

Brand in Cottbus: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Der 46-jährige Bewohner der in Brand geratenen Wohnung sei beim Eintreffen der Einsatzkräfte nicht vor Ort gewesen. Wenig später hätten ihn die Polizeibeamten dann stark alkoholisiert gefunden. Der Mann stehe unter dem dringenden Tatverdacht der schweren Brandstiftung, so der Sprecher. Nun ermittelt die Kriminalpolizei. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft Cottbus wurde der 46-Jährige am Dienstagvormittag wieder entlassen.
Die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Nach Angaben der Polizei hat der Brand einen Schaden von rund 30.000 Euro verursacht. Im Einsatz waren 17 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie 18 Einsatzkräfte der Freiwilligen Wehren aus Döbbrick, Schmellwitz und Ströbitz. Hinzu kamen Notarzt, Notfallsanitäter, Rettungssanitäter sowie Polizei und Sozialarbeiter.
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