(sha/wr) Ein leer stehendes Stallgebäude der Firma Ehlego am Hühnerhof in Roggosen hat am Freitagabend gebrannt. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Federführend agierte die Berufsfeuerwehr aus Cottbus, die von den freiwilligen Ortsfeuerwehren der Gemeinde Neuhausen unterstützt wurde. Das bestätigt die Leitstelle Lausitz am Sonntag auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Tiere und Menschen waren den Angaben zufolge nicht in Gefahr.

„Als wir eintrafen, stand das Gebäude bereits in Vollbrand“, berichtet Michael Mummert, Feuerwehrchef in Bagenz. Rund zwei Drittel der 1800 Quadratmeter großen Halle standen in Flammen und wurden noch in der Nacht abgerissen, um mögliche Glutnester zu zerstören. Das restliche Drittel des Gebäudes steht noch. Hier sollen mehrere Maschinen untergebracht sein, wie es heißt.

Für die ortsansässigen Feuerwehren war der Einsatz um 22.30 Uhr beendet, berichtet Mummert. Die Cottbuser Berufsfeuerwehr übernahm anschließend die Brandwache, die grundsätzlich noch rund zwölf Stunden nach Einsatzende gehalten wird. Zur Höhe des Schadens kann auch die Polizei noch nichts sagen. Auch die Ursache des Brandes ist nach wie vor unklar, vermutet wird allerdings Brandstiftung. „Die Kripo war vor Ort“, sagt Mummert. Die Geschäftsführung von Ehlego war am Sonntag für Rückfragen der RUNDSCHAU nicht zu erreichen.

Für die ortsansässige Feuerwehr war das Feuer in Roggosen ein Großeinsatz, wie Mummert berichtet. Zu durchschnittlich vier bis fünf Gebäudebränden pro Jahr rückt die Freiwillige Feuerwehr Bagenz aus. Wesentlich häufiger als brennende Häuser müssen die Einsatzkräfte allerdings Feuer im Wald löschen, betont er.

Das Unternehmen Ehlego beschäftigt nach eigenen Angaben rund 130 Mitarbeiter. Seit 2010 wird hier der „Wandel zu einem der modernsten Unternehmen in der Branche der alternativen Legehennenhaltung“ vollzogen, wie das Unternehmen in Internet informiert. Dazu gehörten Standards wie gentechnikfreies Futter und Hennen mit unkupierten Schnäbeln.